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29. August 2008
Im Januar hatte der schwedische Staatsanwalt Håkan Roswall ein Strafverfahren gegen ThePirateBay.org eingeleitet. Gestern teilte nun eine Sprecherin des Gerichts mit, dass sich der Beginn des Verfahrens weiter verzögert.
Möglicherweise wird es sogar erst im kommenden Jahr zur Verhandlung der Sache kommen, denn die vier Beklagten erhielten erst im Mai die amtliche Mitteilung. Wie es weiter heißt, hat es zuvor wohl einige Zeit in Anspruch genommen, die Schadensersatzforderungen der Kläger zu erhalten. Doch das verwundert angesichts der Fülle an Material, das der Staatsanwaltschaft angeblich zur Verfügung steht.
Von 4.000 Seiten Beweismaterial war im Januar die Rede. Und Schadensersatzforderungen müssten auch in Schweden in einem anschließenden Zivilverfahren noch möglich sein. Doch vielleicht ist der Elan der Staatsanwaltschaft in der Zwischenzeit etwas verflogen. Denn an der gesetzlichen Situation hat sich in den letzten Jahren nicht viel geändert.
In der Vergangenheit war es aber trotz des beträchtlichen Drucks von Seiten Musikindustrie als auch der US-Ermittler nicht möglich gewesen, die schwedischen Piraten dauerhaft zu behindern. Sollte das jetzt verschobene Verfahren gegen die Piratenbucht ebenfalls im Sande verlaufen, wäre das für die Musik- und Filmindustrie weltweit ein GAU. Welche DNS-Sperre sollte dann noch die Bit Torrent-Nutzer davon abhalten, sich bei ThePirateBay zu bedienen?
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