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03. September 2008
Posted in Internet News
Ein kleines, vermutlich so gut wie unbekanntes Web Log "The Truth about Mozilla", veröffentlichte im Februar sein bisher letztes Posting. Ein aus heutiger Sicht interessant zu lesender Artikel, denn in dem Text wird die Entstehungsgeschichte von Google Chrome vorhergesagt.
Die beginnt laut dem Blog-Posting bereits im September 2006, denn damals wurde Ben Matthew Goodger als bisheriger "Owner" des Firefox-Projekts durch Mike Connor ersetzt. Auch den Peer-Status, die nächste, nachgeordnte Stufe in der Entwickler-Hierarchie, verließ Goodger kurz darauf freiwillig. Monate zuvor hatte er schon eine Anstellung bei Google angenommen, was auch für eine ganze Reihe weiterer, früherer Mozilla-Entwickler galt.
Teilweise handelte es sich dabei um Personen, die wie Goodger zu den "Original-Entwicklern" von Firefox zählten. In dieser Phase entwickelten sich die Geschäfte für alle prächtig. Firefox 2 erschien im Oktober 2006 und war trotz des Weggangs der "Googler" ein großer Erfolg. Neue Entwickler hatten ganze Arbeit geleistet.
Mit Google wurde damals ein Kooperationsvertrag geschlossen, der der Mozilla Stiftung viele Millionen Dollar einbrachte. Und im Gegenzug schaufelten die Firefox-Installationen Milliarden von Suchanfragen zu Google. Was für den Autor des Blogs auch zu Milliardeneinnahmen auf Seiten der Suchmaschine führte.
An diesem Punkt musste Google eine wirtschaftliche Entscheidung treffen. Denn wenn die Firefox-Entwicklung weiter so gut verlief, stieg auch die Gefahr für Google, von Mozilla abhängig zu werden. Man musste auch der Gefahr vorbeugen, dass Mozilla mit zunehmendem Marktanteil von Firefox einen größeren Anteil vom Werbekuchen verlangen könnte.
Aus diesem Grund wurde bereits im Sommer 2006 in aller Stille ein GBrowser-Projekt gestartet, dessen Entwicklung aber erst im September volle Fahrt aufnahm. Das Posting gibt dazu an, dass dieser Browser auf der OS Rendering Engine Webkit aufbauen soll. "Mehr als das wird der Browser die Integration vieler Google-Dienste möglich machen, wie Gmail, Google Calendar, Blogger und wahrscheinlich Google Talk".
Bei Mozilla wusste man von diesem Vorhaben. Allerdings glaubte man "aufgrund der zuvor gezeigten Unfähigkeit (Googles), solide, populäre Desktop Software" zu produzieren, dass dieser GBrowser keine Aussicht auf Erfolg hat. Dem ließe sich aber entgegenwirken, wenn jemand wie Goodger die Leitung der Entwicklung innehätte, denn er kennt die möglichen Probleme bereits aus Erfahrung. Das schreibt der Blog-Autor wie gesagt im Februar 2008, ein halbes Jahr vor der Chrome-Veröffentlichung.
Auf der Pressekonferenz gestern erklärte eben jener "Google-Ingenieur" Goodger, welche Ziele man bei der Chrome-Entwicklung verfolgte. Das Blog hat damit die Ereignisse ein halbes Jahr zuvor schon treffend dargestellt und eine gute Erklärung für die Motive Googles geliefert.
Die Darstellung nimmt die Ereignisse sogar so gut vorweg, dass man fast schon an eine Fälschung denken könnte. Doch das Posting über den GBrowser wurde im Februar bereits an anderer Stelle diskutiert und verlinkt: Von einem noch kleineren Blog, das bei Opera gehostet wird. Und da sage jemand, Blogs seien keine zuverlässigen Quellen.
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