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Der Online-Marktforscher Net Applications kommt eine Woche nach dem Start des Google-Browsers Chrome zu einem überraschenden Ergebnis. Der Marktanteil, den sich Chrome in der ersten Woche erobern konnte, ging demnach hauptsächlich auf Anwender zurück, die zuvor den Microsoft Internet Explorer genutzt hatten.

Das überrascht insofern, als Windows klar das am häufigsten genutzte Betriebssystem ist und unter Windows wiederum am häufigsten der Explorer zum Einsatz kommt. Einen Wechsel von diesem Browser zu einem anderen würde man aber am ehesten von jenen Windows-Nutzern erwarten, die bereits zuvor andere Browser-Alternativen getestet haben. Darum wurde hier auch vermutet, dass Nutzer von Firefox und anderen Alternativ-Browsern für den Chrome-Test prädestiniert sind.

Net Applications widerspricht dieser Vermutung nun. Ob hier allerdings wirklich eine Migration aus dem MSIE-Lager beobachtet wurde, oder ob man auf anderer Grundlage zu diesem Ergebnis kommt, bleibt offen.

Chrome erreichte nach Angaben des Marktforschers am ersten Tag einen Marktanteil von weit über 1%, der allerdings nach einer Woche wieder auf einen Durchschnittswert von 0,7% zurückgegangen ist. Auch andere Browser wie Firefox (Anstieg +0,3%, abs. 19,8%, ), Safari (Anstieg +0,4%, abs. 6,7%) und Opera (Anstieg 0,01%, abs. 0,75%) verzeichneten im gleichen zeitraum Zuwächse. Der MSIE dagegen verlor in dieser Woche 1,4% und hat nur noch einen Marktanteil von 71%.

Nur auf diese Zahlen gestützt, ist es allerdings schwierig, eine reine Migration vom Explorer zu Chrome zu unterstellen. Ebenso gut könnte es sich bei den Chrome-Testern um einen Personenkreis handeln, der sich aus Nutzern verschiedener Browser zusammensetzt. Dann würden die oben genannten Zahlen möglicherweise nur auf ein gebremstes Wachstum bei den Browser-Alternativen Firefox, Safari und Opera hinweisen.

Doch es ist ohnehin wahrscheinlich zu früh, diese Zahlen zu bewerten. Chrome ist bisher - auch nach zwei Jahren Entwicklungszeit - nur eine erste Beta-Version. Das zeigt sich schließlich auch an dem starken Anstieg der Nutzer am ersten Download-Tag, dem schon bald wieder ein beträchtlicher Rückgang folgte. Auch wenn man aufgrund der vielen Foren-Postings zufriedener Chrome-Nutzer zu einer anderen Einschätzung kommen könnte.


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