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15. September 2008
Posted in Internet News
Gestützt auf Angaben der Analysten Brian Blair und Ryan Hunter ("Wedge Partners") berichtet Barron's über eine drohende Abwärtsentwicklung bei eBay. Die Geschäfte haben sich demnach so sehr "verschlechtert" dass sich das Auktionshaus bereits auf Entlassungen vorbereitet.
Diese Entlassungen könnten bis zu 10% der 15.000 Mitarbeiter des Unternehmens betreffen. Barron's zitiert den Wedge-Bericht mit weiteren Angaben zu den Ursachen dieser Geschäftsverschlechterung. Dazu zählt unter anderem das internationale Geschäft des Unternehmens, das in den vergangenen Monaten aufgrund des schwachen Dollars die Bilanzen gestärkt hat. Doch zur Zeit erstarkt der Dollar und damit lässt das internationale Geschäft die Gewinne sinken.
Wichtig scheint den Analysten aber auch die zunehmende Unzufriedenheit der Verkäufer mit eBay. Diese sind enttäuscht von "steigenden Gebühren sowie anderen Veränderungen und wandern von der eBay-Plattform ab, um eigene Verkaufsseiten zu schaffen". Weitere Risiken erwarten die Analysten von der neuen Suchfunktion, die schon seit einiger Zeit getestet wird. Sie sehen die Suchfunktion als kritisch an und erwarten "bedeutsame Probleme" für das Unternehmen, sollten die Änderungen die Suche negativ beeinflussen.
Es ist absehbar, dass Berichte dieser Art auch Diskussionen über die Zukunft von Skype neu beleben werden. Ein erster Bericht der Business Week weist schon auf diese Entwicklung hin. Zuletzt war ja der Eindruck entstanden, dass eBay und Skype die Suche nach Synergien endlich aufgegeben haben. Skype kann das Auktionshaus nicht sinnvoll unterstützen. Doch wenn die Entwicklung bei eBay wirklich noch schlechter verlaufen sollte, als seit Jahresbeginn schon der Fall, wird der mögliche Skype-Verkauf wieder zum Thema.
Was aber hat Skype zu bieten, außer 330 Millionen Nutzern weltweit? Seit sechs Quartalen laufen die Geschäfte zwar profitabel und die Einnahmen stiegen im letzten Quartal um über 50%. Doch das bewegt sich alles weiterhin auf dem Niveau eines "wirklich billigen Telefonkartenunternehmens". Und die Zukunft der Skype-Telefonie, die Gewinne nur im Geschäft mit Ferngesprächen erwarten lässt, wird eher skeptisch beäugt.
Die Kosten dieser Gespräche sind ganz allgemein gesunken und der Schritt in die mobile Telefonie will mit dem Skype-Modell nicht so recht klappen. Es gibt zwar eine mobile Windows-Version, die 7 Millionen Benutzer geladen haben sollen und es gibt auch Gespräche über eine Kooperation mit Google Talk. Doch eine Kooperation mit Googles mobilem Android-System scheint es noch nicht gegeben. Im Interview mit dem Blog Giagom meint der Skype-CEO auf die Frage nach einem Skype für das iPhone nur wiederholt "Stay tuned". Das heißt wohl soviel wie "bitte warten".
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