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Die von Facebook gegen ein kanadisches Spam-Unternehmen angestrengte Klage endet mit einer Rekordstrafe. Insgesamt 873 Milliarden Dollar sollen die Firma Atlantis Blue Capital beziehungsweise ihr Gründer Adam Guerbuez an Facebook als Schadensersatz zahlen.

Guerbuez und seiner Firma wurde vorgworfen, im März und April dieses Jahres insgesamt über 4 Millionen Werbe-Botschaften an die Konten der Facebook-Benutzer verschickt zu haben. Dabei handelt es sich zwar nicht um Mails im eigentlichen Sinne. Doch schon im Mai hatte ein anderes Gericht bei der Verurteilung des notorischen Spammers Sanford Wallace entschieden, dass Botschaften an Mitglieder sozialer Netzwerke mit Spam-Mails gleichzusetzen sind. Daher kann auch in diesem Fall eine Verurteilung nach den amerikanischen Anti-Spam-Gesetzen ("CAN Spam Act") erfolgen.

Bei Facebook gibt man sich allerdings wegen der aktuellen Entscheidung keinen Illussionen hin. Max Kelly, der Sicherheitsverantwortliche des Dienstes schreibt im Facebook Blog, dass eine Zahlung in der genannten Größenordnung unwahrscheinlich ist.

Doch vielleicht kann die hohe Summe doch dem einen oder anderen Spammer als Abschreckung dienen. Wobei gerade bei Tätern wie Guerbuez nur geringe Hoffnung auf Resozialisierung besteht. Guerbuez ist in Montreal in der Vergangenheit auch schon aufgefallen, weil er im Internet Filme verkaufte, auf denen Skinheads Obdachlose misshandeln oder erniedrigen. Der Spammer selbst war ebenfalls lange Zeit Mitglied in rechtsextremen Gruppen und hat sich wohl erst in den letzten Jahren für eine Karriere als Spam-Versender für Penisvergrößerungen und Drogen auf Kräuterbasis entschieden.


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