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Wissenschaftler der Universität Nova Southeastern in Florida kommen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Verbraucher sich gesundheitlichen Risiken aussetzen, wenn sie sich einzig und alleine auf Wikipedia verlassen. Denn die Enzyklopädie lässt bei Artikeln über Medikamente häufig wichtige Nebenwirkungen außer acht.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden die Wikipedia-Artikel zu 80 verschiedenen Medikamenten mit den Informationen der Drug Reference-Datenbank von Medscape gegenübergestellt. Dieses pharmazeutische Nachschlagewerk ist ebenfalls im Internet frei verfügbar und konnte bei den Tests der Wissenschaftler 82,5% der Fragen eines vorab erstellten Instruments beantworten. Wikipedia lieferte dagegen nur 40% der richtigen Antworten.

Regelrechte Fehler bei der Darstellung der Medikamente waren in der Wikipedia zwar nicht zu finden. Dafür aber 48 "Auslassungsfehler", also wichtige, fehlende Informationen. Bei Medscape waren dagegen nur 14 solcher Auslassungsfehler zu finden.

Soweit die Ergebnisse der Studie, die zwar recht interessant ist, die aber selbst auch unter einem wichtigen Auslassungsfehler leidet: Ihr fehlt offenbar der theoretische Hintergrund, denn sie vergleicht Äpfel mit Birnen. Es dürfte eigentlich schon beim Erstellen des ersten Forschungsplans klar gewesen sein, wie die Ergebnisse der Studie ausfallen müssen. Denn im Unterschied zu der Medscape-Datenbank ist Wikipedia eben keine spezielle medizinische Datenbank, sondern ein allgemeines Nachschlagewerk, das teilweise sogar bewusst auf zu tief gehende Informationen verzichtet.

Wobei man festhalten sollte, dass zumindest einer der von Reuters konkret genannten Auslassungsfehler in der Wikipedia zwar besteht, dass aber gleichzeitig weiterführende Links angegeben werden, unter denen die verlangten Informationen zu finden sind.

Wie schräg der Vergleich zwischen beiden Informationsangeboten und die sich daraus abgeleitete Warnung vor den Wikipedia-Inhalten ist, geht spätestens dann auf, wenn man statt Wikipedia eines der bekannteren gedruckten Nachschlagewerk mit der pharmazeutischen Datenbank vergleichen würde. Dann fiele sehr schnell auf, dass dort noch weit weniger Warnungen vor Nebenwirkungen zu finden sind. Denn es ist nicht Aufgabe beispielsweise einer Encyclopaedia Britannica, Patienten umfassend über die Nebenwirkungen von Medikamenten zu informieren.

Nichtsdestotrotz sollte man froh sein, dass Wikipedia nur 48 der beschriebenen Fehler enthält, während eine für diesen Zweck ausgewiesene Datenbank auf immerhin noch 14 Fehler kommt.

 

 

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