Maßgefertigte Ledergürtel, auch XXXXL
Wir fertigen Gürtel nach Maß und zu vernünftigen Preisen, in verschiedenen Farben, Qualitäten und Längen, mit fest vernieteter Schnalle oder als Wechselgürtel mit Druckknöpfen.
09. Dezember 2008
Was die Adobe-Forscherin Mira Dontcheva in einem Video der
Technology Review vorstellt, klingt phantastisch: Die von ihrem Team
entwickelte Suchmaschine "Zoetrope" baut ein Archiv des
vergänglichen News-Angebotes im WWW auf und macht dies mit
einfachsten Mitteln der statistischen Analyse zugänglich.
Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Es wäre damit möglich, die Entwicklung etwa von Gas- und Ölpreisen mit der Nachrichtenberichterstattung in Verbindung zu bringen, um möglicherweise einzelne Ereignisse (bzw. die Berichterstattung darüber) für Preisveränderungen verantwortlich zu machen. Um ein solches System aufzubauen, wäre es zwar notwendig, noch wesentlich mehr Web-Daten zu sammeln, als es heute schon bei den Suchmaschinen der Fall ist. Doch zugleich reduziert sich dabei die Zahl der zu überwachenden Sites, weil man sich beispielsweise auf News-Angebote beschränken könnte.
Der eigentliche Gegenstand des Projekts ist auch nicht die Datensammlung, sondern die Art und Weise, wie man mit Zoetrope diese Daten erschließen kann. Der Benutzer der Suchmaschine kann dazu auf einer Web-Site einzelne Bereiche (im Template der Seite) als "Linsen" definieren, die dann genauer überwacht werden. Etwa die tägliche Tabelle der Niederschlagsmenge des Wetterberichts. Wurde diese Linse definiert, so können die darin im Laufe der Zeit enthaltenen Daten beispielsweise als Verlaufskurve angebildet werden. Durch die Zusammenführung zweier Linsen (z.B. "Niederschlagsmenge" und "Verkehrsunfälle regional") könnten sich Wechselwirkungen oder potentielle Kausalitäten ableiten lassen.
Das Ganze klingt zwar zunächst nach einem Werkzeug, das nur für alltagsferne Forschungszwecke dient. Doch vielleicht handelt es sich dabei auch um den Prototypen eines Instruments, das in der Zukunft dem Bürger helfen kann, die Informationsflut einzudampfen, Zusammenhänge zu erkennen.
Das wäre tatsächlich ein logischer Schritt in der Entwicklung der Informationsgesellschaft. Denn die Menge der Informationen steigt fortwährend. Doch die Möglichkeiten zur Aufnahme und Verarbeitung dieser Informationen bleibt konstant. Eine einfache bedienbare maschinelle Analyse der Datenmengen wäre daher extrem sinnvoll. Denn sonst muss sich der Informations-Verbraucher zunehmend auf die Hilfe von Selektions-Instanzen wie etwa der Medien verlassen, um die Welt zu verstehen.
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