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Nachdem der britische Kulturminister Andy Burnham die Verlängerung des Urheberrechts für ausführende Künstler ("Performer") der Musik-Branche zur "moralischen Sache" erklärt hat, rückt ihm jetzt ein Fachmann den Kopf zurecht: Andrew Gowers, Verfasser jenes Berichts, der die britische Regierung im vergangenen Jahr eine Verlängerung des Urheberrechts ablehnen ließ.

Der ehemalige Chefredakteur der Financial Times bezeichnet in einem Kommentar den Vorschlag Burnhams schlichtweg als verrückt: "Eine moralische Sache? Dann könnte man genauso gut sagen, dass Sportler das moralische Recht haben, mit 30 in Rente zu gehen". Denn es ist das Argument des Ministers, dass Künstlern ein derart langer Schutz zustehen muss, weil sie im Alter von 20 bis 30 Jahren ihre besten Arbeiten abliefern, von denen sie dann einen Leben lang profitieren sollen.

Aber das Urheberrecht ist für Gower ein wirtschaftliches Instrument und kein moralisches. Und wenn man alle wirtschaftlichen Untersuchungen zusammenfasst, kommt man zu dem Ergebnis, dass eine Verlängerung des Urheberrechts mit hohen Kosten für die Öffentlichkeit verbunden ist, aber den Musikern nur vernachlässigbare Vorteile bringt. Die Kosten für die Öffentlichkeit ergeben sich aus den höheren Gesamtsummen, die Verbraucher beim Kauf der Musik zu zahlen haben. Sie ergeben sich aber auch aus den versteckten zusätzlichen Zahlungen, die kleine Unternehmen wie beispielsweise Friseure oder lokale Radiostationen zahlen müssen, wenn sie Musik öffentlich abspielen.

Die eigentlichen Profiteure von Burnhams Vorschlag - und jenem der Europäischen Kommission - sind die großen Labels, nicht die Künstler. Sie können von der Verlängerung hohe "Windfall Profits" erwarten - unverhoffte Gewinne also.

Die Aussicht, in 50 Jahren einen für 20 Jahre verlängerten Anspruch zu haben, hilft dem heute Not leidenden Musiker dagegen kein Stück. Und die Vorstellung, dass die Verlängerung die Kreativität erhöht, ist ebenfalls widersinnig. Keine einzige Band wird heute ein Musikstück weniger aufnehmen, weil es in 50 Jahren statt 70 Jahren den Anspruch auf Schutzrechte verliert.

Die Musikindustrie sollte daher nicht die Lobbyisten der "When I’m Sixty-Four generation" mobilisieren, um ihre Situation zu verbessern, sondern vielmehr die Dynamik des Musikgeschäfts im Auge behalten. Und diese Dynamik zeigt sich beispielsweise darin, dass die junge Generation das Recht ohnehin schon missachtet, das nach den Wünschen von Burnham und der Lobbyisten auch noch verlängert werden soll.

Daher sollte die Industrie versuchen, die kreativen und kommerziellen Möglichkeiten zu nutzen, die das Internet bietet. Es genügt nicht, dass die Musikindustrie heute nicht mehr darauf versessen ist, das Internet als illegalen Vertriebskanal zu schließen.

Der Regierung wiederum empfiehlt Gower Vorsicht bei der Wahl der geeigneten Mittel, um die bedrängte Musikindustrie zu unterstützen. In seinem Bericht hatte er dazu empfohlen, Provider und Musikindustrie zu stärken, damit diese gemeinsam das Problem des illegalen Datentauschs bekämpfen können. Gower macht damit deutlich, dass man kein Freund der Piraterie sein muss, um eine Verlängerung des Urheberrechts für unsinnig zu erklären.


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