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Apple hat sich mit den drei der vier großen Labels auf eine neue Vertragsgrundlage geeinigt, die beiden Seiten endlich gibt, was sie schon lange wollen. Ob sich der Deal aber auch für die Verbraucher positiv auswirkt, ist eine andere Frage.

Mit der britischen EMI, dem vierten der noch verbleibenden großen Labels, hat Apple bereits im vergangenen Jahr einen Vertragsabschluss erzielt, der den Vertrieb nicht kopiergeschützter Musikstücke vorsieht. Doch nur etwa 10% des Musik-Repertoires bei Apple iTunes wird von EMI gestellt. Sony BMG, Universal und Warner Music dürften für den größten Teil der verbleibenden Werke verantwortlich sein.

Die von diesen Unternehmen vermarkteten Musikstücke sollen nach den noch unbestätigten Informationen von US-Medien bald auch ohne Kopierschutz angeboten werden. Damit geht ein Wunsch in Erfüllung, den Apple und auch die iTunes-Benutzer schon lange hegen. Allerdings musste Apple wohl im Gegenzug das Zugeständnis machen, von seinem bisherigen Preisschema abzuweichen.

Statt den zwei Preisgruppen, die iTunes bisher für DRM-geschützte Stücke bzw. ungeschützte MP3-Dateien anbot, wollen die Labels schon lange nichts mehr wissen. Denn im Sinne der Gewinn-Maximierung ist es sinnvoller, den Preis über die Nachfrage zu regeln. Das heißt, für gerade populäre Stücke soll mehr Geld verlangt werden, für die uninteressanten Ladenhüter dagegen weniger.

Eine ähnliche Preispolitik ist vom konventionellen Platten- bzw. CD-Handel bereits bekannt. Bei der Online-Distribution einzelner Musikstücke ist das Modell dagegen eher die Ausnahme und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich hierdurch auch die Qualität der Musikproduktion verändert. Denn ein "gewöhnlicher" Geschmack wird den Verbraucher nach diesem Modell besonders teuer zu stehen kommen und die Labels werden die Produktion entsprechend steuern.

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