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Trotz negativer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte Apple gestern das beste Quartalsergebnis der gesamten Firmengeschichte vorlegen. Eine erfreuliche Meldung für die Börse, obwohl am gleichen Tag bekannt wurde, dass die US-Börsenaufsicht SEC sich mit den widersprüchlichen Meldungen zum Gesundheitszustand des Firmenchefs beschäftigen will.

Den Rekordgewinn von 1,61 Milliarden Dollar bei 11,8 Milliarden Dollar Einnahmen verdankt Apple den weiterhin steigenden Verkaufszahlen des iPod, iPhone sowie auch der Macintosh-Rechner. Die schon vorher bekannt gewordene Zahl von 4,36 Millionen verkauften iPhones war zwar schon als enttäuschend bezeichnet worden, weil Apple im 3. Quartal noch 6,9 Millionen Telefone verkauft hatte. Doch in diesem 3. Quartal war das neue 3G-fähige iPhone erst vorgestellt worden. Gegenüber dem 4. Quartal des Jahres 2007 war der Verkauf im Jahr 2008 sogar um 88% (2007: 2,3 Mio. verkaufte iPhones) gestiegen.

Bei den iPods wurde im Jahresvergleich zwar nur ein Verkaufsplus von 3% erzielt, doch dafür gingen im 4. Quartal 22,7 Millionen der Abspielgeräte über den Ladentisch. Rechner - vor allem Notebooks - wurden 2,5 Millionen verkauft, was ebenfalls nur einem geringen Zuwachs gegenüber Q4 2007 (2,3 Millionen) entspricht. Doch auch dieses geringe Wachstum ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass der Verkauf von Computern zur Zeit allgemein rückläufig ist.

Die Börse jedenfalls quittierte die guten Zahlen mit einem Kurssprung um fast 10% nach Handelsschluss. Dennoch sind Kommentatoren vorsichtig, wenn es um die weitere Zukunft des Unternehmens geht. Denn nach wie ist unklar, wie es um die Gesundheit von Firmenchef Steve Jobs bestellt ist und inwieweit das Unternehmen als Ganzes von seiner Person abhängt.

Jobs hatte Anfang Januar seine gesundheitlichen Probleme als weniger schlimm dargestellt , dann aber zwei Wochen später eine Auszeit von 2 Wochen angekündigt. Die Börsenaufsicht scheint seine Informationen für so bedeutsam für die Kursentwicklung zu halten, dass nun der Gehalt beider Mitteilungen überprüft werden soll. Überraschungen sollte man von dieser Untersuchung aber nicht erwarten.

 

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