Preispiraten 6.5 - der intelligente Preisvergleich!
Noch bequemer geht es nicht: Suchen Sie nach Online-Auktionen in 18 Ländern. Wir erinnern Sie per Mail oder SMS, wenn der Hammer fällt. Für den perfekten Preisvergleich suchen die Piraten zusätzlich in über 10.000 Shops nach den günstigsten Angeboten. Mit Google Maps zeigen Ihnen die Piraten, wo ihr Schnäppchen zum Verkauf steht. Dazu gibt es Testberichte und weitere Hilfen. Auch für Ihre nächste Urlaubsreise!
Testen Sie selbst auf preispiraten.de ! Selbstverständlich kostenlos.
30. Januar 2009
Posted in Internet News
Die Motivation und der Enthusiasmus Negropontes scheinen ungebrochen. Er sieht nach wie vor einen Platz für das einst als 100 Dollar-Notebook angekündigte Gerät. Auch wenn die Herstellungskosten sich aufgrund der nicht wie gewünscht entwickelnden Produktionszahlen nicht in diesen Bereich drücken ließen. Aber immerhin 600.000 Laptops sind schon "im Feld", 250.000 befinden sich noch im Transit und weitere 380.000 warten noch auf die Fertigung. Gute 1,2 Millionen Geräte sind damit verplant beziehungsweise gebucht und (hoffentlich) bezahlt.
Allerdings ist die Zeit nicht stehen geblieben und billige Netbooks machen zumindest in der westlichen Welt den XO Laptops Konkurrenz. In drei Punkten bleibt das OLPC-Notebook dennoch ungeschlagen: Es bietet niedrigsten Verbrauch (2 Watt), einen auch bei hellem Tageslicht lesbaren Monitor und die Möglichkeit zur Bildung von Mesh-Networks. Von anderen Entwicklungen wie etwa der stabilen Tastatur oder der Stromerzeugung abgesehen.
Allgemein scheint der jetzt anstehende Wechsel zum OLPC 2.0 auch weniger eine Frage des Hardware-Konzepts, sondern vielmehr eine Neuorientierung hinsichtlich der regional differenzierten Verbreitung der Geräte beziehungsweise der Geräteidee. Ein bekanntes Problem ist es beispielsweise, dass Entscheider in Entwicklungsländern dem Open Source-Ansatz skeptisch gegenüberstehen und nach den ihnen bekannten Windows-Installationen verlangen. Um diesem Problem zu begegnen, hat man eine Zusammenarbeit mit Microsoft für ein Dual Boot-Konzept vereinbart, was wiederum in Teilen der Open Source-Gemeinschaft mit Widerwillen wahrgenommen wurde.
In Peru und Uruguay, wo ein Großteil der Geräte ausgeliefert wurde, beziehungsweise werden soll, deutet sich wiederum eine andere Entwicklung an. Dort sind Regierungen beziehungsweise Nicht-Regierungs-Organisationen bereit, den Vor-Ort-Support zu übernehmen und damit mehr Verantwortung im gesamten Projekt. Was wiederum zu einer wichtigen Überlegung für das OLPC 2.0 führt, denn dort denkt man an ein Open Source Hardware-Programm.
Dazu Negroponte: "Das XO-1 haben wir entwickelt als seien wir Apple. Das XO-2 wird entwickelt, als seien wir Google - wir werden die Leute es kopieren lassen wollen. Wir machen die wesentlichen Teile des Geräts verfügbar".
Was auch die Möglichkeit beinhaltet, dass Hersteller wie Asus oder Acer sich ebenfalls bedienen dürfen, um beispielsweise billigste eBook-Reader herzustellen, ohne Lizenzgebühren an OLPC zu zahlen. Was vielleicht nicht die Schlechteste aller Ideen ist, um die Akzeptanz des XO-Notebooks in allen Teilen der Welt zu erhöhen.
Allerdings ist diese Entwicklung auch als Reaktion auf die Gegebenheiten zu sehen. Die Sparmaßnahmen haben deutlich gemacht, dass dem Projekt das Geld ausgeht. Das "Give One Get One", bei dem Kunden in einigen Industrieländern ein Notebook zum Preis von 399 Dollar kaufen konnten, um ein Notebook für den Einsatz in Entwicklungsländern zu spenden, hat zwar immerhin 37 Millionen Dollar eingebracht - und zehntausende von Rechnern in die Hände von bedürftigen Kindern gelegt.
Doch das Programm registrierte im Jahr 2007 83.500 Bestellungen und im letzten Jahr nur noch 12.500. Wichtige Geldgeber aus der Industrie wie eBay und SES sind bereits länger abgesprungen, Nortel musste ein Gläubigerschutzprogramm (Chapter 11-Verfahren) anmelden und viel der anderen unterstützenden Firmen stehen angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung selbst vor Sparzwängen.
In dieser Situation kann ein XO-1 vermutlich gar nicht
mehr fortgesetzt werden. Auch wenn die Ausstattung von
Entwicklungsländern mit günstigen, strapazierfähigen Rechnern in
Verbindung mit elektronischen (Schul-) Büchern eine der wichtigsten
Maßnahmen wäre, um die vielen Probleme dieser Länder anzugehen.
Links:
| < Neuere | Ältere > |
|---|




