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Das britische Magazin The Register wartet (nicht ungewohnt) mit einer schrägen Meldung auf. Dubiose Quellen ("an industry source") auf der Counter Terror Expo in London sollen dem Magazin eröffnet haben, dass der amerikanische Geheimdienst NSA bereit ist, "Milliarden" für Technologien zu zahlen, die ein zuverlässiges Abhören von Skype möglich machen.

Woraus sich quasi zwangsläufig ergibt, dass der US-Geheimdienst zur Zeit nicht in der Lage ist, Skype-Gespräche zu belauschen. Doch daran sind Zweifel angebracht. EBay, das Mutterunternehmen des Pseudo-VoIP-Dienstes ist in den USA ansässig und gilt hinsichtlich staatlicher Ermittlungen als besonders willfährig. In den USA wurden in den letzten Jahren aber die Möglichkeiten der staatlichen Ermittler stark ausgeweitet.

Was wiederum in Folge der Entdeckung geschah, dass Präsident Bush ohnehin schon die Belauschung durch die Geheimdienste ínsgeheim von fast allen Kontrollinstanzen befreit hatte. Die im Jahr 2007 beschlossenen Gesetze sollten die inzwischen entstandene Praxis gewissermaßen nachträglich legalisieren. Und das hätte für Skype bedeutet, dass auch dort Abhörmöglichkeiten geschaffen werden müssen.

In dieser Situation kam es dann im Sommer 2007 zu einem Totalausfall der Skype-Telefonie, die viele Gerüchte entstehen ließ. Es wurde vermutet, dass Skype die Zeit benötigte, um seine Server für Abhörmaßnahmen der NSA zugänglicher zu machen. Bewiesen wurde das allerdings nie.

Das Gleiche gilt für die aktuelle Behauptung, die NSA sei zur Zahlung von Milliarden bereit, um diesen Skype-Zugang zu erhalten. Doch das klingt weniger glaubwürdig als die Theorien des Jahres 2007. Zumal auch die NSA inzwischen - erst recht unter der neuen Regierung - die wirtschaftlichen Probleme des Landes spüren dürfte.

 

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