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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Microsoft hat am vergangenen Donnerstag eine Belohnung in Höhe von 250.000 Dollar für sachdienliche Hinweise ausgeschrieben, die zur Ergreifung des Urhebers des Conficker-Wurms führen.

Die Belohnung kann jede Person weltweit erhalten, sofern dies keinen Verstoß zu den dort geltenden Gesetzen darstellt und sofern der beziehungsweise die Täter rechtskräftig verurteilt werden. Dass Microsoft sich mit juristischen Mitteln gegen Malware-Verbreiter oder auch Spammer zur Wehr setzt, ist nicht ungewöhnlich. Die Ausschreibung einer Belohnung ist dagegen eine eher ungewöhnliche Reaktion des Software-Herstellers, auch wenn das Unternehmen vor sechs Jahren ein eigenes Konto mit fünf Millionen Dollar angelegt hat.

Zuletzt wurden im Jahr 2005 250.000 Dollar nach der Verurteilung des Sasser-Autoren aus Rotenburg (Wümme) in Deutschland gezahlt. Conficker (bzw. Downadup) scheint allerdings in den Augen Microsofts eine ähnliche Bedrohung darzustellen, denn es sollen seit Oktober bereits 12 Millionen Rechner betroffen sein. Und im Fall des Sasser-Autoren hat die Belohnung ihren Zweck erfüllt. Zwei Mitschüler des zur Tatzeit 17 Jahre jungen Mannes hatten Microsoft beziehungsweise den Strafverfolgern den entscheidenden Tipp gegeben.

Einen ähnlichen Erfolg würde sich MicrosoftimFall Conficker wohl auch wünschen, denn die Meldungen über Würmer und die von ihnen verursachten Folgen (z.B. Botnets) lassen nicht nach.

Ein vielleicht etwas weit hergeholter Nachtrag, aber trotzdem: Inzwischen sind sogar früher als weitgehend sicher geltende militärische Bereiche von der Malware-Gefahr betroffen. Zumindest hat das US-Militär im letzten Jahr wegen der Wurm-Gefahr die Benutzung von USB-Sticks und anderer Datenträger verboten. Auch die britische Navy hatte Anfang des Jahres Problem mit Viren und Würmern. Und nun sind am Wochenende ein britisches und ein französisches U-Boot mitten im riesigen Atlantik grundlos zusammenstoßen. Zwei Monate, nachdem die Royal Navy die Umrüstung ihrer U-Boote auf Windows bekannt gegeben hat.

 

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