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Microsofts Photosynth-Projekt tritt in die nächste Phase. Seit wenigen Tagen ist es den Teilnehmern des Projektes möglich, ihre BilderSammlungen mit einem Geo-Tag zu versehen. Damit können diese Sammlungen auf einem ebenfalls Geoexplorer verortet, gesucht und gefunden werden.

Für Benutzer von Google Maps mag das zunächst nach "altem Hut" klingen, denn schließlich können dort schon lange Fotos, Videos, oder auch Wikipedia-Artikel mit Geo-Tags versehen und aus der Karte heraus abgerufen werden. Doch die von Microsoft aufgekaufte Fotoverwaltung des Photosynth-Entwicklers Aguera y Arcas kann wesentlich mehr als das.

Ohne weiteres PlugIn ist es dort möglich, die virtuellen Fotoräume der Teilnehmer zu erschließen. Man kann so beispielsweise in Frankfurt am Main vor dem Römer stehen und den gesamten Platz samt Paulskirche in einem aus 136 Einzelbildern bestehenden Rundumblick in Augenschein nehmen. Und das Photosynth-Konzept geht sogar noch weiter. Die Software erkennt Ähnlichkeiten zwischen Bildern und verbindet diese in einem dreidimensionalen Raum.

Würden also weitere Bilder aus den Seitenstraßen eingestellt, die sich mit Elementen der Römer-Ansicht teilweise decken, könnte man auch den Fotoraum erweitern. Die Vision von Arcas ist es ja, alle Bilder riesiger "Photo Stocks" wie beispielsweise Flickr miteinander zu verbinden. Im Grunde könnte auf dieser Basis also etwas ähnliches entstehen, wie es Google Maps mit Street View vorgestellt hat. Nur mit dem Unterschied, dass hier keine standardisierten Fotos wie bei Street View genutzt werden, sondern beliebiges Fotomaterial. Was ganz nebenbei gesagt auch die rechtliche Situation beeinflussen könnte.

Hinzu kommt, dass auf der Basis von Photosynth auch noch weitere Möglichkeiten entstehen, wie beispielsweise die "virtuelle Begehung" von Gebäuden. Seien es touristische Attraktionen oder Wohn- und Geschäftsräume. Wie es scheint, sollte man Microsofts Suchmaschinen-Ambitionen also zumindest in diesem Bereich noch nicht abschreiben.

 

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