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Der Plan der ICANN, das Domain Name System für alle zu öffnen, sofern sie bereit sind, 185.000 Dollar für eine eigene Top Level Domain zu zahlen, scheint auf Kritik zu stoßen. Ausgerechnet die Markenunternehmen, bei denen man einen großen Bedarf an solchen Internet-Domänen unterstellte, scheinen Bedenken geäußert zu haben.

Offenbar wächst selbst den großen Firmen das Namens-Unwesen über den Kopf. Ständig müssen Domains in den verschiedensten Top Level Domains freigeboxt oder vorsorglich reserviert werden. Diese Kosten blieben auch erhalten, wenn die Firmen ihre eigene Top Level Domain als Spielwiese erhielten. Von daher fragen sie sich zurecht, ob denn der Aufwand einer eigenen gTLD lohnt, wenn schon das Anmeldeverfahren einen sechsstelligen Betrag verschlingt. Nicht gerechnet der künftige Aufwand, diese TLD zu verwalten, den Aufgaben einer Registry nachzukommen und dann auch noch die eigene TLD bewerben und schützen zu müssen.

Und da nicht nur die Top 500 der Unternehmen eine TLD beantragen können, sondern gewissermaßen .hinz und .kunz, wird das Problem noch größer. Denn die Firmeninhaber wissen schon worauf das hinaus läuft: Sie müssen auch unter den neuen TLDs ihre Ansprüche sichern. Die neue TLD-Freiheit bedeutet für diese Unternehmen also im Grunde nur weitere Mehrausgaben ohne erkennbaren Gegenwert, sieht man im Fall einer eigenen TLD von einem möglichen Prestige-Gewinn ab.

Von daher haben einige der Konzerne wohl ihre Zweifel und Bedenken an den ICANN-Plänen geäußert. Was den Vorstand der Internet-Verwaltung dazu gebracht hat, die Pläne erst einmal zu verschieben, um die Bedenken der Markeninhaber besser zu verstehen. Bei einer der nächsten Reisen der ICANN in ferne Länder wird der Groschen dann sicher fallen.

 

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