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Die BBC-Sendung Click hat vor laufender Kamera demonstriert, wie ein Botnet zum Versand von Spam sowie für distributed Denial of Service Attacken verwandt werden kann. Doch möglicherweise haben sich die Macher damit nach britischem Recht strafbar gemacht.

Diese Behauptung stellt unter anderem ein von OutLaw.com zitierter britischer Anwalt auf. Die Click-Redaktion hatte für die Demonstration ein aus 22.000 Rechnern bestehendes Botnet Cluster erworben. Details dieses "Kaufs" wurden nicht beschrieben, in der Sendung war lediglich von einem Chat die Rede.

Das Botnet wurde dann damit beauftragt, zwei Mail-Adressen mit Spam zu beschicken und einen Server eines eigens dafür beauftragten Unternehmens mit so vielen Requests zu bombardieren, dass dieser in Knie geht. Beide Tests verliefen nach Darstellung von Click erfolgreich. Hunderte von Mails gingen bei den Konten ein und im Fall der dDoS-Attacke genügten 60 Botnet-Rechner, um den Server zu überfordern.

Nach den Tests wurden das BotNet angeblich zerstört und die 22.000 Besitzer der mit Trojanern infizierten Rechner sollen mit Hilfe einer Desktop-Graphik über das Problem informiert worden sein.

Eine Straftat soll die Redaktion allerdings begangen haben, weil sie Zugriff auf die fremden Rechner genommen hat. Das sei ein Verstoß gegen den britischen "Computer Misuse Act", meint der von OutLaw.com zitierte Jurist. Die von dem Sicherheitsunternehmen Sophos kritisierte Manipulation der Daten auf diesen Rechnern sei dagegen kein Gesetzesverstoß. Hierfür setzt das Gesetz entweder Fahrlässigkeit oder eine Intention zur Schädigung voraus.

Dass sich die britische Staatsanwaltschaft in diesem Fall aber so medienfeindlich zeigen wird und eine Untersuchung einleitet, scheint trotz der juristischen Argumente eher unwahrscheinlich.

 

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