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07. April 2009
Der Profi-Blogger stützt sich dabei auf Zahlen des Marktforschers NPD Group, wonach im vergangenen Jahr weniger als 10% der Netbooks mit Microsoft-Software ausgestattet waren. Inzwischen hat sich dieses Bild komplett gewandelt und laut den neuesten NPD-Zahlen werden 96% der verkauften Netbooks unter Windows betrieben. Microsoft hat also den bereits verloren geglaubten Markt praktisch komplett zurückerobert.
Wobei LeBlanc das nicht nur auf eine unspezifische Affinität der Käufer zu Microsoft zurückführt, sondern auch auf die negativen Erfahrungen der Anwender mit Linux. Für diese Unzufriedenheit sprechen seiner Meinung nach die hohen Rücklauf-Quoten, die nach Angaben der Hersteller MSI und Canonical bei Linux-Geräten bis zu vier Mal höher sein sollen als bei Windows-Netbooks. Die britische Handelskette Carphone Warehouse soll seine Ubuntu-Netbooks sogar komplett aufgegeben haben, nachdem jeweils eines von fünf Geräten wieder zurückgegeben worden war.
Was LeBlanc allerdings nicht erwähnt ist zunächst der Umstand, dass die MS-Netbooks nicht mit Microsofts aktuellem Betriebsystem Vista, sondern mit XP ausgestattet werden (mussten). Außerdem führt er zur Begründung des Microsoft-Erfolges Gründe an, über die man sich streiten kann. So meint er etwa, dass Windows einen "Wizard" beinhalte, der bei so ziemlich allen Problemen helfen kann, so dass eine Bedienung via Eingabezeile überflüssig wird. Dieses typische Anti-Linux-Argument klingt jedoch insbesondere in den Ohren jener Windows-Nutzer hohl, die Erfahrungen mit dem Wizard "Windows Hilfe" sammeln mussten.
Schon nachvolluiehbarer ist es, dass Microsoft mit einer großen Zahl von Peripherie-Geräten zusammenarbeitet, beziehungsweise dass geeignete Treiber für diese Geräte existieren. Überhaupt dürfte die Kombinierbarkeit von Linux-Netbooks mit bereits vorhandenen Windows-Geräten ein spezielles Problem dargestellt haben. Etwa dann, wenn es um die Synchronisation von Daten mit Windows-Desktops, -Notebooks oder -Smartphones geht.
Ob dieser "Heimvorteil" Microsofts von Dauer ist, ist aber eine andere Frage. Vorteilhaft ist diese Situation nur, solange beispielsweise ein Linux-Netbook als "Fremdkörper" in einem sonst von Windows dominierten System erscheint.
Doch genau dieses System wollen Google und T-Mobile wohl durch eine neue Herangehensweise knacken. Wenn sich bewahrheitet, was die New York Times berichtete, dann wird T-Mobile ein eigenes System auf den Markt bringen, das mobile Geräte und Geräte für den Heimgebrauch miteinander verbindet. Wobei in diesem System Googles Android eine verbindende Rolle übernimmt.
Und an der Entwicklung von ersten Android-Netbooks wird im übrigen ebenfalls schon gearbeitet. Wie werden sich dann wohl gerade junge Käufer beim netbook-Kauf entscheiden, wenn sie bereits über ein Android-Telefon verfügen?
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