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Sogar das erzkonservative Wall Street Journal äußert sich jetzt kritisch über das Vorgehen einiger US-Staatsanwälte im Zusammenhang mit dem "Sexting", also dem Erstellen und Verschicken eigener beziehungsweise fremder Nackt-Fotos mit dem Handy.

Einige Staatsanwälte bauen auf diesen Bildern Klagen wegen Besitz und Vertrieb von Kinderpornographie auf. Die Staatsdiener nehmen dabei in Kauf, dass die betroffenen Jugendlichen durch solche Klagen für ihr ganzes Leben gebrandmarkt werden. Denn im Fall einer Verurteilung droht ihnen in einigen Bundesstaaten eine Aufnahme in die öffentlich zugänglichen Listen der verurteilten Sexualstraftäter.

Das mag extrem sein, doch auch die nach eigener Einschätzung "progessiveren" Vorgehensweisen einiger Staatsanwälte sind fragwürdig. Das Wall Street Journal beschreibt dazu das Beispiel eines Staatsanwalts in Wyoming, der Eltern und Kinder mit einer unverhohlenen Drohung unter Druck setzt: Entweder, die "ertappten" Jugendlichen nehmen an speziellen Seminaren teil, oder sie müssen wegen der "Kinderpornos" mit einem Verfahren rechnen.

Das Ziel der Gesetzgeber, die Kinder vor Missbrauch zu schützen, scheint bei einer derart wortgetreuen Auslegung der Gesetze auf der Strecke zu bleiben. Doch damit nicht genug, weitet der Staatsanwalt den Gegenstand der Klage noch über Gebühr aus. Er droht sogar Jugendlichen mit Klagen, die lediglich Bilder von sich auf ihrem Handy gemacht hatten, ohne sie zu verschicken.

In einem Fall trug eine 17jährige auf dem fraglichen Foto einen Badeanzug, doch der Staatsanwalt bezeichnete ihre Pose als "provokativ". Ebenfalls mit einer Klage bedroht wird eine 12jährige, die auf einer Schlafanzugparty mit einem altmodischen BH fotografiert wurde.

Nicht nur das lässt vermuten, dass der Staatsanwalt in Wyoming den Blick für die Realität verloren hat. Und diese Realität beinhaltet, dass Jugendliche und junge Erwachsene in den USA das Mobilfunktelefon und seine integrierte Kamera zum Teil einer jugendlichen Subkultur gemacht haben. Wie sonst wollte man es interpretieren, wenn in einer Umfrage ein Fünftel der befragten Jugendlichen und ein Drittel der jungen Erwachsenen berichten, bereits solche Bilder von sich verschickt zu haben?

Hier handelt es sich doch offenbar nicht um gezielte Gesetzesverstöße, sondern um eine insgesamt gesehen eher harmlose Massenerscheinung. Dass solche Bilder auch in Internet-Foren Verbreitung finden und so in falsche Hände gelangen, ist wohl eher ein Problem der mangelhaften Aufklärung über die Gefahren der modernen Technologien. Doch diesem Problem sollte man präventiv begegnen und nicht in Form von Erziehungsmaßnahmen mit Strafcharakter.

Wobei viele Kritiker dieser Vorgehensweise auch bemängeln, dass die Staatsanwaltschaften und Ermittlungsbehörden inzwischen zu viele Ressourcen mit der Fahndung nach solchen Materialien binden. Und den Behörden droht gleichzeitig, dass sie durch dieses Vorgehen an Ansehen und Glaubwürdigkeit verlieren.

Denn die Einschätzung einer vom Wall Stret Journal zitierten 17jährigen stellt sich wohl auch bei anderen Beobachtern ein. Als man ihr und ihren Angehörigen bei einer Elternversammlung ihr nicht verschicktes Bild zeigte, auf dem sie "halbnackt" (sie trug "Unterwäsche und so Zeugs") zu sehen ist und sich die Erwachsenen dazu um den Staatsanwalt drängten, meinte sie nach eigenen Angaben "Ich glaube, die schlimmste Bestrafung ist es zu wissen, dass ihr alten Kerle mich nackt gesehen habt. Ich glaube, ihr Typen seid alle einfach pervers".

 

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