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Evgeny Morozov, ein Wissenschaftler am "Open Society Institute" (New York), der sich sonst mit den Auswirkungen des Internet auf die globale Politik beschäftigt, übt Kritik an Twitters Rolle beim globalen Informationsaustausch zum Thema "Schweinegrippe". Wie er meint, trägt die Twitter-Kommunikation über dieses Thema dazu bei, Ängste zu schüren sowie Missinformation und Panik zu verbreiten.

Man darf dabei Morozovs Darstellung nicht als Ergebnis einer empirischen Untersuchung verstehen, sondern eher als explorative Beobachtung. Dennoch kann er seine Vermutung recht gut belegen, wenn er anhand von Beispielen demonstriert, dass die von Twitter gebotenen 140 Zeichen kaum ausreichen, um Mitteilungen mit genügend Kontextinformation zu versehen.

Dass dies ein Problem darstellt, bedarf keiner wissenschaftlichen Studie. Wer jemals eine negative Bewertung bei eBay abgeben musste, kennt das Problem in der noch extremeren Form, einen komplexen Sachverhalt in 80 Zeichen zu quetschen. Das ist so gut wie unmöglich, doch genau das dürfte im Fall von eBay auch erwünscht sein.

Bei Twitter kommt laut Morozov aber das Problem der Benutzer-Motivation hinzu. Er vergleicht dabei das Twittern mit einer Internet-Suche, die in erster Linie nur das Ziel verfolgt, bestimmte Informationen zu erhalten. Auch bei der Twitter-Kommunikation spielt nach Ansicht des Wissenschaftlers die Suche eine Rolle. Doch bei Twitter geht es in diesem Zusammenhang auch um den "pathologischen" Wunsch der Benutzer, bei den eigenen Schreiben die begehrten, meist gesuchten Worte zu benutzen, um so noch mehr Benutzer über die Suchfunktion zu einem "Follower" zu machen.

Wobei das wieder zur Folge hat, dass die Suche nach diesen Begriffen (also z.B. "swine flu") so gut wie nutzlos wird, denn die Häufigkeit der Benutzung solcher Begriffe verliert jede Aussagekraft.

Unterm Strich besteht für Morosov die Gefahr, dass ein Twitter-Benutzer, der auf der Suche nach Informationen ist, bei dem Microblogger-Dienst nur wenig Brauchbares und vielleicht sogar eine Häufung gefährlich falscher Informationen findet. Er hält es sogar für möglich, dass eine kommende Generationen von Cyber-Terroristen das Potential Twitters zur Verbreitung von Fehlinformationen nutzen könnte, um Ängste zu verbreiten, und um so die globale Wirtschaft zu lähmen.

Wobei man hier vielleicht einwenden muss, dass für diesen Zweck weder Twitter noch Cyber-Terroristen notwendig sind. Verfolgt man das tägliche Börsengeschehen auch nur am Rande, so wird schnell klar, dass die Berichte von "Analysten" ein mindestens ebenso großes Risiko der Fehlinformation und des fehlenden Kontextes in sich tragen. Wer das nicht glaubt, sollte aktuell bei Google nach +Schweinegrippe +sicherer +Hafen suchen...

 

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