RäucherstäbchenRäucherstäbchen bei indilaya.de

Indische und tibetische Räucherstäbchen, Räucherkegel, Dhoop Sticks, Räucherwerk, Zubehör und vieles mehr...

 

Eines muss man Twitter lassen: Der Microblogging-Dienst ist immer für eine Überraschung gut. Wie es jetzt im Variety-Magazin heißt, plant Twitter zusammen mit der Produktionsfirma Reveille und Brillstein eine eigene Fernsehserie.

Eine genauere Darstellung, um was es in dieser Show gehen soll, sucht man vergebens. Variety zitiert dazu nur einen Spruch der Marketing-Abteilung der TV-Firma. Demnach werden in der Sendung "gewöhnliche Leute in einem revolutionär wettbewerbsfähigen Format auf die Spur von Prominenten gesetzt". Was das genau bedeutet, bleibt im Dunkeln und da kann es auch bleiben.

Wirklich interessant ist dagegen die Frage, ob sich mit Twitter beispielsweise ein interaktiver Rückkanal für die Massen der Zuschauer einrichten lässt. Diese Form der Konvergenz wurde zwar schon vielfach angedacht, doch ein wirklich funktionierendes Modell der Kombination Internet und Fernsehen hat sich daraus noch nicht ergeben.

Twitter könnte in diesem Zusammenhang etwas bessere Ausgangsvoraussetzungen schaffen, weil dieser Dienst auf die mobile Nutzung ausgerichtet ist. Statt dem Notebook auf dem Schoß könnten Zuschauer via Handy an der Show beteiligt werden. Vielleicht sogar, ohne dabei ständig vor der Flimmerkiste sitzen zu müssen. Mit etwas Phantasie sind hier alle möglichen Formen des Twitter-Einsatzes denkbar und vielleicht entwickelt sich daraus wirklich ein erfolgreiches Show-Format.

Erstaunlicherweise stößt diese Vorstellung aber gerade bei den Twitter-freundlich gesinnten US-Medien und Bloggern auf Ablehnung. Michael Arrington von techCrunch, sonst voll des Lobs für Twitter, gibt der Meldung sogar die seltene Bewertung "What the fuck" und andere Kritiker stimmen gerne ein. Doch vielleicht ist das nur die arrogante Reaktion der "Nerds", die nicht glauben wollen, dass die breite Masse der TV-Zuschauer auch Gefallen am Wunderkind Twitter finden können.

Möglicherweise sollten diese Kritiker sich noch einmal ins Gedächtnis rufen, wie das Publikum von Fernsehgöttin Oprah Winfrey reagierte, als diese ihren ersten Tweet vor laufender Kamera absetzte. Inzwischen, gerade einen Monat später, zählt Oprah fast 1,2 Millionen Follower bei Twitter.

Wie es scheint, ist das tumbe Fernsehvolk sehr wohl in der Lage, die "neue Technologie" zum Einsatz zu bringen. Ist das vermeintliche Nerd-Spielzeug in Wirklichkeit sogar die geeignetste Ausdrucksform der modernen Couch-Kartoffel? SMS-Texte verschicken und empfangen kann schließlich inzwischen jeder. Warum also sollte Twitter keine Fernsehkarriere machen können?

 

Links:



Dieser Beitrag wurde gesperrt. Es kann kein Kommentar abgegeben werden.

am häufigsten aufgerufen...