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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Wenn es um das Benutzer-Tracking geht, ist Google einsame Spitze. Das bestätigt nun auch eine Studie (KnowPrivacy) von Studenten der Universität Berkley, die sich sowohl mit den Erwartungen der Benutzer als auch mit der konkreten technischen Situation auseinander gesetzt haben.

Was die Situation der Benutzer angeht, so wird diese in erster Linie von weitreichender Unkenntnis gekennzeichnet. Die Benutzer sind besorgt, welche Informationen über sie gesammelt werden und hätten gerne mehr Kontrolle über diese Datensammlungen. Doch in der Praxis wissen sie weder, welche Daten im Web wann erfasst und gesammelt werden, noch mit wem diese Daten getauscht, beziehungsweise wem sie überlassen werden.

Die meisten Anwender wissen nicht einmal, an wen sie sich im Fall einer Beschwerde wenden sollten. Die Informationsanbieter und -sammler tragen zu dieser Unkenntnis bei, denn sie informieren nur vage, unklar und oftmals sogar widersprüchlich. Was soll sich ein Benutzer beispielsweise denken, wenn der Betreiber einer Web Site zusichert, dass keine Daten von Besuchern gesammelt werden, aber zugleich "Partnern" gestattet wird, Daten mit Hilfe von Web Bugs (z.B. Pixel-Graphiken) zu erfassen?

Dazu haben die Studenten übrigens eine Reihe von Site-Betreibern angeschrieben, um zu erfahren, mit welchen Partnern derart Daten ausgetauscht werden. Doch keines der angesprochenen Unternehmen hat seine etwa in der Privacy Policy erwähnten "Affiliates" beim Namen genannt.

Was nun die Third Party Tracker angeht, die mit Cookies und Web Bugs die Internet-Nutzung großflächig kontrollieren, so ist Google fraglos der Platzhirsch unter diesen Firmen. Von den 100 Top Sites des Internet sammelten 92 im Auftrag von Google Informationen. Von einer Stichprobe von fast 400.000 Web Sites, die ebenfalls in der Studie untersucht wurden, sammelten 88,4% Daten im Auftrag von Google Web Analytics, Adsense, DoubleClick oder anderen Angeboten der Suchmaschine.

Was Google wiederum mit diesen Daten macht, bleibt unbekannt. Dem Vorwurf, dass mit den Daten Bewegungsprofile erstellt werden können, widerspricht Google. Die von Google Analytics vergebenen Cookies sollen beispielsweise für ein Tracking ungeeignet sein. Ein "Cross-Site Tracking" über verschiedene Sites hinweg finde nicht statt. Eine Verquickung der Daten etwa zwischen den Google-Angeboten Adsense und DoubleClick finde ebenfalls nicht statt, da dies den Verträgen mit den Kunden widerspreche.

Damit widerspricht Google allen Theorien, wonach eine Site übergreifende Überwachung durchgeführt wird. Doch Zweifel an diesen Behauptungen sind angebracht, nachdem Google gerade erst neulich offiziell damit begonnen hat, aus den Adsense Cookies Interessenprofile der Benutzer abzuleiten. Sicherheit über die Zulässigkeit von Googles Aussagen erhielte man erst, wenn Google selbst einer dritten Partei Einblick in die Praxis der Datensammlung und -verwertung geben würde.

Das aber lehnt Google ab. Was übrigens auch für allen anderen Dienste wie beispielsweise Atlas (Microsoft), Quantcast oder Omniture, gilt. Denn nicht nur Google sammelt eifrig Daten, sondern auch andere Unternehmen. Google ist lediglich der Erfolgreichste unter diesen Datenjägern. 

 

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