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Auch die Suchmaschine fühlt sich berufen, eine bedeutende Rolle bei den Protesten gegen den Ausgang der Wahlen im Iran zu spielen. Aus diesem Grund wurde "Google Translate" nun um die Übersetzungsmöglichkeiten "Persisch-Englisch" und "Englisch-Persisch" erweitert, damit Menschen aus dem Iran sich "der Welt direkt mitteilen können und umgekehrt".

Was will man zu diesem Angebot weiter sagen, als dass man vielleicht der Hoffnung Ausdruck verleiht, die Übersetzungshilfe möge nicht zu viele krasse Fehler bei den Ergebnissen liefern. Leider ist es aber so, dass die automatisierten Übersetzungshilfen "nicht perfekt" sind, wie Google es beschönigend ausdrückt. Je weniger verwandt die jeweiligen Sprachen sind, umso weniger hilfreich sind in aller Regel die Ergebnisse. Ob die Alpha-Version von Googles Farsi-Übersetzung da wirklich hilfreich ist, sei dahingestellt.

Doch Googles Übersetzungshilfe ist auch aus einem anderen Grund schwierig zu bewerten. Zur Zeit werden zunehmend Fragen laut, wie es in den letzten Tagen zu der Meldung kommen konnte, das US-Außenministerium habe Twitter aufgefordert, anstehende Wartungsarbeiten zu verschieben, um weiterhin als Kommunikationstrument für die Protestierenden im Iran zu dienen.

Häufig werden dazu "hohe Beamte" ("senior Officials") aus dem Ministerium als Zeugen genannt, die angeblich namentlich nicht genannt werden wollen. Die Washington Post dagegen hat vom Weissen Haus erfahren, dass diese Information von einem "low-level Contact" ausgeht, also vermutlich einem kleinen Angestellten, der aber "häufig mit dem Führungspersonal von Twitter spricht". Möglicherweise handelt es sich also eher um eine billige Marketing-Aktion Twitters als um eine Anordnung der US-Politik.

Sollte sich das bewahrheiten, würde die Öffentlichkeit auch andere "pro-iranische" Online-Maßnahmen kritischer betrachten. Also vielleicht auch Googles Persian Alpha-Schnellschuss.  

 

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