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Die von einem Bericht des Wall Street Journal über Steve Jobs' Leber-Transplantation ausgelöste Diskussion ebbt nicht so schnell ab. Ging es zunächst um Apples sonderbare Kommunikationspolitik, so werden jetzt Fragen nach der sozialen Gerechtigkeit des US-Gesundheitswesens gestellt.

So beschäftigen sich die Medien nicht nur mit der Frage, ob überhaupt eine medizinische Indikation für diese Operation gegeben war, sondern es wird auch in Frage gestellt, ob es Jobs gelungen sein könnte, das Wartesystem des US-Gesundheitswesens mit Hilfe seines Vermögens zu umgehen. Die Frage nach der Indikation sollte dabei eigentlich ausgeklammert bleiben, denn die bisher bekannt gegebenen Informationen über Jobs' Anamnse genügen kaum, um sinnvolle Aussagen zu treffen. Selbst die oftmals zitierten medizinischen Experten stochern einfach nur im Nebel.

Doch die Frage, ob sich der Apple-Chef möglicherweise eine bevorzugte und vor allem beschleunigte Behandlung erkaufen konnte, darf gestellt werden. Das vor allem, nachdem das Forbes-Magazin über eine Ungereimtheit berichtet: Das Magazin war bei seinen Recherchen auf eine Immobilie nahe eines Krankenhauses in Memphis (Tennessee) gestoßen, von der angenommen wird, dass Steve Jobs sie vor Monaten erworben hat.

Forbes schrieb daraufhin das "Methodist Le Bonheur Healthcare - Transplant Institute" an und stellte unter dem Betreff "Was sagen Sie zum jetzigen Zeitpunkt über Steve Jobs?" Fragen zu einem möglichen Aufenthalt des Apple-Chefs. Als Antwort gab die Sprecherin des Krankenhauses in einer Mail an, "wir hatten ihn nie als Patient".

Das war am Samstag, also an dem Tag, an das Wall Street Journal über die Transplantation berichtete. Am Dienstag jedoch folgte in einer Pressemitteilung eine Korrektur dieser Aussage, wonach Jobs eine Leber erhielt, weil er der kränkste Patient auf der MELD-Warteliste und damit anspruchsberechtigt war. Die Nachfrage des Forbes-Magazins wird wiederum mit der Antwort beschieden, dass man eigentlich hätte antworten müssen, es habe nie einen Patient dieses Namens auf unserer Patientenliste. Was wohl heißen soll, dass Jobs unter anderem Namen in dem Krankenhaus behandelt worden war.

Das mag eine angebrachte Maßnahme sein, gerade wenn man die Neugier der Presse bedenkt. Doch zugleich muss man Forbes Recht geben: Die erste Antwort des Krankenhauses war eine Lüge. Und nach der "Einverständniserklärung des Patienten" zur Veröffentlichung von Informationen sogar eine überflüssige Lüge.

Damit steht nun das Krankenhaus unter dem Verdacht, auch in anderer Hinsicht nicht die volle Wahrheit zu sagen. Was beispielsweise die MELD-Warteliste betrifft, mit der die jeweils "frei" werdende Leber eines Organspenders einem Patienten zugewiesen wird, bei dem eine Transplantation besonders notwendig erscheint. Wobei schon die Existenz einer Warteliste deutlich machen muss, dass die Nachfrage größer als das Angebot ist.

Jobs Vermögen könnte ihm hier schon alleine deshalb einen Vorteil verschafft haben, weil er mit seinem Jet jedes gewünschte Ziel in den USA innerhalb weniger Stunden ansteuern kann. "Normale" Patienten dagegen können sich häufig nur an einem Krankenhaus um eine Operation bemühen und müssen sich oftmals in der Nähe einquartieren, um die Stunde X abzuwarten.

Ob Jobs diesen oder andere Vorteile wahrgenommen hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt pure Spekulation. Doch die Kommunikationspolitik Apples, die von Forbes als Jobs "portable Realitätsverzerrung" bezeichnet wird, erscheint nun in einem noch schlechteren Licht.

 

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