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In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken

 

Der Verband der US-Musikindustrie hat einen weiteren juristischen Sieg errungen. Nach zwei Jahren Verhandlung hat ein Gericht in New York die Betreiber von Usenet.com für schuldig befunden. Jetzt muss nur noch die Höhe des Schadensersatzes bestimmt werden, wobei die Summe Hunderte von Millionen Dollar betragen kann.

An der Verurteilung scheint in diesem Fall die Werbung des Unternehmens selbst schuld getragen zu haben. Es handelt sich bei Usenet.com um eines jener Unternehmen, die einen Spiegel des "echten" Usenet aufgebaut haben und ihren Kunden kostenpflichtigen Zugang dazu gewähren. Usenet.com versprach dabei seinen Kunden "Zugang zu Millionen von MP3-Dateien" sowie die Möglichkeit, eigene Dateien ebenfalls einzustellen und sie mit der ganzen Welt "zu teilen".

Jetzt fällt diese reißerische Werbung auf das Unternehmen zurück, denn das Gericht sieht darin die Unterstützung vielfacher Urheberrechtsverletzungen. Es wird letztendlich beim Gericht liegen, die tatsächliche Zahl der Gesetzesverstöße festzulegen. Und für jedes betroffene Werk wird vom Gericht ein statutorischer Schadensersatz bestimmt, der jeweils einen Wert zwischen 750 Dollar und 30.000 Dollar annehmen kann. Einer der drei Verantwortlichen hat bereits ein Insolvenzverfahren beantragt. Man kann davon ausgehen, dass seine Partner ihm bald folgen.

 

 

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