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Nachdem das Online-Urgestein CompuServe bereits im vergangenen Jahr seinen europäischen Ableger einstellte, kommt jetzt auch für den US-Dienst CompuServe das Ende.

Ganz sterben wird der Name CompuServe allerdings auch jetzt nicht. CompuServe 2000, ein vor Jahren gestarteter Anbieter von Internet-Zugängen ohne die Komponente "Online-Dienst" wird weiter existieren. Auch die Mail-Adressen sollen weiter benutzbar bleiben, sofern sie von den bisherigen Kunden auf einer speziellen Seite verlängert werden. Der Betrieb der Mail-Server, die kostenlos nutzbar sein sollen, wird offenbar von AOL finanziert.

AOL - als damals größter Online-Dienst weltweit - hatte im Jahr 1998 CompuServe übernommen und sich damit Millionen von Benutzern einverleibt. In den Jahren zuvor hatte CompuServe vermutlich für das Internet-Wachstum mehr getan als jeder andere Online-Dienst. Denn zu einer Zeit, als beispielsweise die Deutsche Telekom in Deutschland keinen reinen Internet-Zugang zu bezahlbaren Preisen anbot und stattdessen sein dröges BTX-Konzept verfolgte, war über CompuServe der Netzzugang einfach und für die damaligen Verhältnisse (keine Flatrates, dafür "Ortsgespräche" und verschiedene Fernzonen) mit übersichtlichen Kosten möglich.

Zugleich galt der CompuServe-Zugang als "professionell", weil hierüber beispielsweise auch der Zugang zu kostenpflichtigen Datenbanken und nützlichen Experten-Foren möglich war. Doch das ist jetzt nur noch für Historiker interessant.

 

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