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Amazon macht das Kindle billiger. Statt bisher 359 Dollar soll es jetzt nur noch 299 Dollar kosten, der Preis des Riesen-Kindle (Kindle DX) bleibt dagegen auf hohem Niveau (489 Dollar). Unbekannt bleibt nach wie vor, wie viele Geräte Amazon bereits verkauft hat, beziehungsweise regelmäßig verkauft.

Firmenchef Jeff Bezos hat es zum "Vorteil im Wettbewerb" erklärt, keine Verkaufszahlen zu veröffentlichen. Wettbewerber Sony dagegen gab im vergangenen Jahr an, seit 2006 etwa 300.000 eBook Reader verkauft zu haben. Die Sony-Geräte sind übrigens nach der Preissenkung Amazons just 10 Dollar teurer als das Kindle. Die Zahl der Kindle-Verkäufe wurde im vergangenen Jahr alleine auf 380.000 geschätzt, und einige Auguren vermuteten im Sommer 2008 sogar, dass 55.000 Verkäufe pro Monat möglich sind.

Nur um einen Vergleich von Äpfel und Birnen zu liefern: Das ebenfalls im Jahr 2007 eingeführte iPhone wurde bis heute über 21 Millionen Mal verkauft. Allerdings hinkt der Vergleich auch aus dem Grund komplett, weil das Kindle nur in den USA erhältlich ist.

Wie hoch auch immer die Verkaufszahlen sind, Amazon gibt als Begründung für die Preissenkung an, dass die Zahl der gefertigten Geräte gesteigert werden konnte. Damit dürften erfahrungsgemäß auch die Fertigungskosten gesunken sein, die von iSuppli im April 2009 auf rund 185 Dollar geschätzt wurden. Auch nach der Preissenkung dürfte Amazon also ein hübscher Gewinn bleiben, der sich durch den Verkauf von Kindle-Büchern sogar noch steigern lassen sollte.

Das aber nur, wenn nicht nur die Fertigungszahlen steigen, sondern auch die Verkäufe. Und daran bestehen berechtigte Zweifel, gerade weil Bezos im Verschweigen der Zahlen einen Wettbewerbsvorteil sieht.

 

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