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Ein Rundschreiben des Daten-Lieferanten LexisNexis an über 13.300 US-Bürger lässt ahnen, wie sinnvoll ein gesetzlich geregelter Datenschutz sein kann. In dem Schreiben wird davor gewarnt, dass ein ehemaliger Kunde des Dienstes mutmaßlich ein Mitglied der Mafia war, und dass seine Recherchen in den Datenbanken möglicherweise kriminellen Zwecken dienten.

Konkret geht es um die Datenbanken der Firma Seisint, die von der Reed Elsevier-Tochter Lexis Nexis im Jahr 2004 übernommen worden war. Seisint wiederum, bekannt geworden als Entwickler des Data Mining Projektes MATRIX MATRIX (Multi-State Anti-Terrorism Information Exchange) zur Terror-Bekämpfung, bietet mit Accurint und Securint zwei kommerziell nutzbare Datenbanken. Die eine Datenbank liefert Informationen über individuelle Vermögensverhältnisse, die andere kann helfen, den "Background" einer Person auszuleuchten.

Natürlich können solche Daten auch von einer kriminellen Organisation dazu genutzt werden, um Angriffsziele auszuforschen, oder um Personen auszuspionieren, die von der "Familie" verdächtigt werden, Polizeispitzel zu sein. Genau diese Nutzung der Datenbanken muss jetzt wohl angenommen werden, denn einer der Kunden, der die beiden Datenbanken ausgiebig nutzte, wurde im Mai zusammen mit 11 anderen Verdächtigen als potentielle Mitglieder der New Yorker Bonanno Familie verhaftet.


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