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01. September 2009
Posted in Internet News
Sollte es tatsächlich zu diesem Deal kommen, dann könnte eBay endlich einen Schlusstrich unter die mutmaßlich "schlechteste Technologie-Firmenübernahme des Jahrzehnts" ziehen. Der Preis, den eBay beim Kauf von Skype zahlte, lag vermutlich bei über 3,1 Milliarden Dollar. Doch es gelang eBay nicht, den Telefonie-Dienst mit dem Auktionshaus zu verbinden.
Schon bald wurde ein Sonderabschreibung in Höhe von 900 Millionen Dollar bekannt gegeben und wie man inzwischen weiß, streitet sich eBay mit den beiden Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis vor Gericht um die Rechte an der zugrunde liegenden P2P-Technologie ("FastTrack Protokoll").
Dieser Streit soll nach Angaben der Zeitung auch dazu beigetragen haben, dass Google einen Übernahmeversuch im vergangenen Monat abgebrochen hat. Die Aussicht auf ein kostspieliges juristisches Abenteuer und die Gefahr, sich in Konkurrenz zur Telekom-Industrie zu setzen, haben offenbar eine abschreckende Wirkung entfaltet.
Zennström und Friis wiederum sollen Investoren gesucht haben, die einen Rückkauf von Skype finanzieren könnten. Ob sie an dem jetzt anstehenden Deal beteiligt sind, bleibt aber offen.
Erst einmal wird man nun abwarten müssen, ob es wirklich zu
dem beschriebenen Handel kommt. Über den Preis weiß die New York Times
bisher nur zu berichten, dass eBay eine Kaufsumme von 2 Milliarden
Dollar anstrebt. Bei Einnahmen im ersten Quartal von 153 Millionen
Dollar und erwarteten Jahreseinnahmen von 600 Millionen Dollar scheint
das durchaus angemessen. Offen ist aber, wie die Kostenstrukturen sich
gestalten. Erst recht, wenn Zennström und Friis sich mit ihren
Lizenzforderungen durchsetzen sollten.
Update: Die angekündigte Mitteilung ist erfolgt, eBay wird 1,9 Milliarden Dollar für 65% der Anteile erhalten. Der restliche Teil der Kaufsumme von 2,75 Milliarden Dollar wird in Form von Skype-Anteilen im Besitz von eBay verbleiben.
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