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Valérie Boyer, Abgeordnete der französischen Rechts-Partei UMP hat einen neuen Gesetzesantrag in der Nationalversammlung eingebracht, der zu einer Kennzeichnungspflicht für am Computer nachbearbeitete Fotos führen soll. Ziel der Maßnahme ist es unter anderem, der Wahrnehmung entgegen zu treten, dass Magersucht eine normale und wünschenswerte Erscheinung ist.

Die Politikerin und 50 ihrer Kollegen, die den Gesetzesvorschlag unterstützen, sind der Meinung, dass die nachträgliche Verschlankung von Fotomodellen in der Presse und der Werbung zu einer Fehlwahrnehmung führt. Dem Bürger werde ein irreales Frauenbild vermittelt und als erstrebenswert präsentiert, das in Wirklichkeit gar nicht existiert. Boyer sieht darin einen kausalen Mechanismus, der gerade bei jungen Menschen dazu führt, Magersucht nicht mehr als Krankheit zu erkennen. Daher sollen alle entsprechenden Abbildungen in Printmedien oder auf Plakaten den warnenden Zusatz "photo retouchée" erhalten.

Ein sicher wohl gemeinter Vorschlag, doch ob er auch sinnvoll ist, scheint fraglich. Die Libération meint beispielsweise, dass es kaum gelingen kann, mit dieser Maßnahme ästhetische Normen zu verändern. "Schlank" werde mit "schön" gleichgesetzt, ob Fotos nun das Warnschild tragen, oder nicht.

Wobei sich von vornherein erst einmal die Frage stellen sollte, ob denn von der Kennzeichnungspflicht nur Frauen oder auch Männer (z.B. Politiker) betroffen sein sollten. Oder ob ganz allgemein alle retuschierten Bilder in der Öffentlichkeit gekennzeichnet werden müssten - Angefangen bei den Verpackungen von Lebensmitteln im Supermarkt.

Würde man diesen Weg einschlagen, wäre der Marker "photo retouchée" bald auf jedem Foto zu finden. Denn am Computer bearbeitet sind inzwischen so gut wie alle Bilder, die öffentlich gemacht werden. Was streng genommen schon in der Kamera beginnt, sofern nicht das RAW-Format eines Fotos exportiert wurde.

Kurz: Der Wunsch der Politikerin, die Situation zu verbessern ist erkennbar und lobenswert, aber in der Praxis nicht durchsetzbar und zwangsläufig wirkungslos. Das ist in der Politik aber keine Ausnahme.

 

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