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US-Verkehrsminister Ray LaHood gibt anlässlich einer Konferenz zum Thema "Mobilfunk am Steuer" bekannt, dass jährlich mindestens 5.800 Tote bei Verkehrsunfällen auf das Konto des "distracted driving" gehen - also auf Ablenkungen beim Lenken von Fahrzeugen.

LaHood macht wenig Umschweife, wenn er die Behauptung aufstellt, dass dieses Problem eine Gefährdung für die Gesellschaft darstellt, und dass es sich jährlich verschärft. Die genannte Zahl der Todesopfer entstammt der Statistik des vergangenen Jahres und es waren in diesem Zeitraum zusätzlich 515.000 Verletzte zu beklagen.

Wie sich diese Unfälle ursächlich noch einmal unterteilen (z.B. Telefonieren, SMS Schreiben am Steuer etc.) wird nicht angegeben, doch die Zahlen des Jahres 2008 liegen demnach deutlich über jenen der Vorjahre. Wurden im Jahr 2004 noch 11% aller Verkehrsunfälle mit solchen Ablenkungen in Verbindung gebracht, so waren es 2008 schon 16%. Zum Vergleich: Etwa 30% aller Unfälle stehen mit Alkohol in Zusammenhang.

Dabei besteht aber das zusätzliche Problem, dass Unfälle unter Alkoholeinfluss einfacher zu identifizieren sind als solche, bei denen ein Twitter-User gerade einen hochgradig wichtigen Text an seine Follower während der Fahrt eintippt.

Welche Konsequenzen die US-Gesetzgeber auf Bundesebene aus dieser Situation ziehen, ist unklar. Ganz allgemein ist die Zahl der Unfälle auf den Highways zurückgegangen, was gesetzlichen Maßnahmen an Dringlichkeit nimmt. Ansonsten gibt es wohl eine vergleichsweise breite Unterstützung bei dem Vorhaben, das Texten am Steuer zu verbieten. Doch diese Bereitschaft zu gesetzlichen Maßnahmen ist schon deutlich geringer, wenn es um das Telefonieren am Steuer geht.

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