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12. Oktober 2009
Posted in Internet News
Die "halb-transparenten" Einblendungen des Providers sollen den Kunden
(vorsichtig) darauf hinweisen, dass sein Rechner möglicherweise einen
Virus oder Trojaner beherbergt. Die "Service Note" kann problemlos
geschlossen werden, doch sie enthält auch einen Link auf eine
Anti-Viren-Seite, auf der erste Schritte beschrieben werden. Hier kann
der Anwender beispielsweise die kostenlos angebotene McAfee-Software
laden, oder es einem Comcast-Techniker gestatten, sich aus der Ferne
auf dem Rechner umzusehen und das Problem direkt zu lösen.Sofern das so schnell und einfach möglich ist.
Nach Darstellung von Brian Krebs von der Washington Post wird für die Eingangsdiagnostik nicht der Datenverkehr des Kunden überwacht. Von Trojanern befallene Rechner fallen bei Comcast also nicht auf, weil sie zu viele Mails verschicken, oder sonst auffällige Muster beim Daten-Transfer erzeugen. Vielmehr werden etwa die von Spamhaus.org gelieferten Daten genutzt. Also etwa Listen von IP-Adressen, die in der jüngsten Vergangenheit für den Spam-Versand genutzt wurden.
Diese IP-Adressen werden dann vermutlich mit den Logs des Providers abgeglichen, um die jeweiligen Anwender zu identifizieren. Auf diesem Weg tritt der Provider seinen Kunden vermutlich nicht so nahe, wie bei einer direkten Überwachung seines Netzverkehrs.
Allerdings scheint Comcast auch mit seiner telefonischen Kampagne positive Erfahrungen gemacht zu haben. Die Angerufenen reagierten "überwältigend positiv" auf die eigentlich gar nicht positive Benachrichtigung.
Allerdings ist
es wohl eine Frage, ob man es bei diesen Anrufen schafft, dem Gegenüber
die eigentliche Problematik kurz und verständlich zu vermitteln. Und
das scheint auch dringend notwendig, denn laut Comcast kann man bei
jedem beliebigen Provider von einem Anteil infizierter Rechner zwischen
10% und 15% ausgehen.
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