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Der zentrale Interessenverband der sechs großen Hollywoodstudios (Paramount, Sony, Twentieth Century Fox, Universal, Walt Disney und Warner Bros.), MPAA, hat die Auftraggeber offenbar enttäuscht. Der Kampf gegen die Online-Piraterie wird von dem Verband angeblich nicht entschieden genug geführt. Jetzt soll der Kampf effizienter geführt werden.

Das behauptet CNet unter Berufung auf zwei Insider aus der Filmindustrie. Angeblich wurden drei MPAA-Verantwortliche für die Bekämpfung der Piraterie bereits gefeuert und der Stuhl des MPAA-Chefs Dan Glickman soll ebenfalls schon etwas wackeln. Er wird möglicherweise noch vor Ablauf seines Vertrags seine Position bei MPAA aufgeben. Äußerliches Zeichen der Umstrukturierung ist die Umbenennung der zuständigen Abteilung von "Antipiracy" in "Content Protection".

Worte alleine werden die Probleme allerdings nicht lösen. In der Filmindustrie fürchtet man, dass Kinofilme bald ähnlich freizügig "getauscht" werden, wie man es von Musikstücken bereits kennt. Man wisse zwar, dass der Kampf vor Gericht alleine keine Antwort auf das Problem darstellt. Doch bei den Studios scheint dennoch der Eindruck vorzuherrschen, dass der Verband nicht entschieden genug gegen die Piraterie vorgegangen ist.

Ganz allgemein setzen die Studios auf die Unterstützung durch die Provider und Netzbetreiber, die der Piraterie auf technischem Wege einen Riegel vorschieben sollen. Doch diese Hoffnung könnte enttäuscht werden, denn die US-Aufsichtsbehörde FCC plant, die Behinderung einzelner Anwendungen (z.B. Bit Torrent) zu verbieten und die Anwendung von Netzwerk Management verpflichtend transparent zu machen.

Das macht ein Vorgehen gegen die Piraterie auf technischem Wege aber besonders schwierig. Denn Maßnahmen gegen den Datentausch entwickeln sich so sehr schnell zum Wettbewerbsvorteil - für die Konkurrenz. Die (angebliche) Abstrafung der MPAA wird in dieser Situation das Kernproblem der Filmindustrie nicht bekämpfen. Man kann den Vorgang eher als Anzeichen von Nervosität interpretieren.

 

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