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Der Analyst Ashok Kumar von Northeast Securities (nesec.com), will erfahren haben, dass Google ein selbst entwickeltes Android-Telefon auf den Markt bringen will, das ohne Simlock-Sperre und ohne Zwangsvertrag mit einem Mobilfunkunternehmen ab etwa Endes des Jahres frei erhältlich sein soll.

Die Informationen Kumars stammen laut den Internet News von Produkt Designern, die von Google mit diesem Projekt betraut wurden. Google selbst lehnt es ab, auf Marktspekulationen einzugehen. Und CNet hält die Mitteilung für ausgemachten Blödsinn, will sich aber eines Besseres belehren lassen, sollte Google tatsächlich ein eigenes, "freies" Handy auf den Markt bringen.

Die Reaktion des Magazins ist verständlich, denn ein vertraglich nicht gebundenes Android-Handy im freien Handel wäre für die Partner Googles aus den Reihen der Mobilfunkunternehmen der blanke Horror. Die sanktionierten Geräte - seien es nun Android-Telefone oder iPhones - machen es den Mobilfunkunternehmen einfach, teure und langfristige Verträge an den Mann zu bringen.

Bei freien Geräten dagegen können die Verbraucher auf den Preis achten, was zu einem ungeliebten Konkurrenzkampf führt. Daher werden solche Verträge zwischen Herstellern populärer Geräte und Mobilfunkunternehmen häufig exklusiv geschlossen, wie das viel beachtete Beispiel des iPhone zeigte. Bei der Einführung des iPhone wurde für fast jedes Land ein exklusiver Mobilfunk-Partner ausgewählt.

Ein freier Verkauf eines Android-Telefons würde es dagegen für Google schwierig machen, ähnlich wie Apple im Fall des iPhone auch noch monatliche Umsatzbeteiligungen zu verlangen. Doch ein freier Verkauf hätte für Google den Vorteil, dass sich hierdurch der Marktanteil der Geräte sehr schnell sehr stark erhöhen würde. Die Suchmaschine lässt ohnehin schon lange erkennen, dass sie die mobile Welt und ihre Geschäfts- beziehungsweise Werbemöglichkeiten für extrem wichtig hält.

Der kurzfristige Verzicht auf Einnahmen aus dem Geschäft mit den Mobilfunkunternehmen könnte sich also langfristig zum Vorteil entwickeln. Bedenken sollte man auch, dass freie Verträge für die Verbraucher möglicherweise den Vorteil bieten, sich jene Anbieter aussuchen zu können, die möglichst viele mobile Anwendungen (z.B. VoIP) zulassen. Die US-Aufsichtsbehörde FCC scheint zwar gewillt, mit einigen heute noch üblichen Beschränkungen dieser Art aufzuräumen.

Doch bis das bei den festen Verträgen der Mobilfunkunternehmen ankommt, könnte noch einige Zeit dauern. Ein freies Android könnte auch in dieser Hinsicht eine Lücke schließen.

 

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