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Gegner des "three Strikes"-Verfahrens zur Dekonnektierung wiederholt auffällig gewordener Online-Piraten bekommen in Großbritannien unerwartete Rückendeckung. Polizei und Geheimdienste bitten die Regierung, von diesen Plänen Abstand zu nehmen, weil durch die Sperrung der Internet-Zugänge die Überwachung der kriminellen Szene erschwert wird.

Die Logik ist dabei Folgende: Da Online-Piraten in Zukunft eine Sperrung ihren Internet-Zugangs erwarten müssen, werden sie noch vorsichtiger und die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, dass sie zum eigenen Schutz zu Verschlüsselungsverfahren greifen werden. Die Polizeibehörden befürchten daher ebenso wie die "Spooks" der Geheimdienste MI5 und MI6, dass die richterlich nicht angeordneten Internet-Sperren das Leben der Ermittler nur schwerer machen werden. Denn damit wird die Verbreitung der Verschlüsselung allgemein erhöht.

Doch die britische Regierung scheint fest entschlossen, den Wünschen vor allem der Musikindustrie stattzugeben und Internet-Zugänge zur Abschreckung zu sperren. Die Filmindustrie gäbe sich zwar - aus nachvollziehbaren Gründen - schon mit der Drosselung der Transferraten zufrieden. Doch das reicht der Musikindustrie nicht aus. Die Bürger Großbritanniens sind dagegen laut einer gestern veröffentlichten Umfrage zu 70% gegen die Sperre des Internet-Zugangs ohne gerichtliche Verhandlung, nur 16% befürworten die Pläne der Regierung. Aber welche Regierung interessiert sich schon für so etwas?

 

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