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In einem schwedischen Wirtschaftsblatt sind neue Gerüchte aufgetaucht, wonach ThePirateBay.org wieder zum Verkauf steht. Insgesamt vier Interessenten werden genannt, zwei davon bleiben anonym. Bei den beiden anderen potentiellen Käufern handelt es sich zum Einen um einen Anbieter von Online-Spielen, zum Anderen um den Geschäftsführer der GGF, Hans Pandeya.

Der Mann also, dem noch im August Auto und Motorrad wegen Steuerschulden gepfändet worden waren. Von einem ernstzunehmenden Interessenten kann man im Fall Pandeyas daher eher nicht ausgehen. Wie es um die anderen Parteien steht, muss man wohl abwarten. Doch im Grunde sind alle Übernahmepläne von vornherein zum Scheitern verurteilt, obwohl viele Kommentare dies nicht wahrhaben wollen.

ThePirateBay steht für Piraterie und sobald jemand die Site übernimmt, erwirbt er damit einen in verschiedenen Ländern geführten und insgesamt wenig Erfolg versprechenden Rechtsstreit. Die Aussichten wiederum, ThePirateBay in einen legalen Dienst umzuwandeln, sind denkbar gering. Die Benutzer von ThePirateBay - und seien es noch so viele - können nicht in kaufendes Publikum umgewandelt werden. Sie haben nicht das geringste Interesse an einem Piraten-Shop. Das haben die Reaktionen nach der letzten Ankündigung des Verkaufs mehr als deutlich gemacht.

Außerdem wäre es für einen legitimen Dienst notwendig, Verträge mit den Rechteinhabern zu schließen. Das scheint ebenfalls undenkbar. Somit bleibt im Grunde nur die Möglichkeit, ThePirateBay nach dem Kauf für weniger koschere Zwecke zu verwenden. Und sei es, um im Auftrag der Musikindustrie das Torrent-Verzeichnis einige Monate lang wie gehabt agieren zu lassen, um dann in einem Paukenschlag mit den gesammelten Nutzerdaten in mehreren Ländern eine Prozesslawine loszutreten. Auch das ein denkbares Szenario, das viele Benutzer des Torrent-Verzeichnisses  bereits befürchten.

Doch die angeblichen Verkäufer haben ohnehin im Moment andere Sorgen. Wie es in letzten Meldungen aus Schweden heißt, hat das Bezirksgericht in Stockholm die beiden Gründer des Verzeichnisses Gottfried Svartholm-Warg und Fredrik Neij mit Strafen von knapp 50.000 Euro bedroht, sollten sie ThePirateBay nicht einstellen. Das heißt, selbst wenn das Gericht den Angabe der beiden Glauben schenkt, wonach der Dienst schon vor Jahren an das ominöse Unternehmen Reservella verkauft wurde, dann will man die "Mitarbeiter" dieses Unternehmens dennoch in die Verantwortung nehmen. Man wird den Eindruck nicht los, dass sich der Kasus Piratenbucht immer weiter seinem Höhepunkt nähert.

 

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