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16. November 2009
Posted in Internet News
Den Startschuss für diese Entwicklung hat möglicherweise das Labor 23andme geliefert. 23andme, gegründet von der Ehefrau des Google-Gründers Sergey Brin, bot als eines der ersten Unternehmen Gen-Tests für den Hausgebrauch an. Schon kurze Zeit nach der Bekanntgabe dieser Tests kündigte ScientificMatch.com die erste Partner-Vermittlung auf Basis von Gen-Tests an.
Die Kosten für diese Dienstleistung sind mit knapp 2.000 Dollar bis heute auf gleicher Höhe geblieben. Allerdings hat der Anbieter die zuvor auf ein Jahr begrenzte Mitgliedschaft auf die volle Lebensdauer ausgedehnt. Wobei man anmerken muss, dass bei ScientificMatch die Informationen über "bestehende Paare" ("Existing Couples") im Password-geschützten Bereich liegen. Laut einer im Mai veröffentlichten Recherche von Discovery gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Partnerschaft, die von ScientificMatch auf diesem Weg vermittelt wurde.
Doch das hält andere Anbieter nicht davon ab, ebenfalls auf Gen-Tests zu setzen. Der schweizerische Partnervermittler Basisnote beziehungsweise SwissFriends setzt ebenfalls auf Gen-Tests, deren Preise man allerdings erst nach einer kostenlosen Anmeldung erfährt. Doch mit dieser Geheimniskrämerei dürfte es bald vorbei sein, denn die Preise für die DNS-Tests befinden sich im freien Fall.
23andme hat beispielsweise schon vor Monaten seinen Tarif von 999 auf 399 Dollar gesenkt. Und schon kündigt die Vermittlung sense2love.com an, dass der Gen-Test nach dem Relaunch der Site nur noch 99 Dollar kosten wird. Damit ist der Boden sicher noch nicht erreicht, zumal die Qualität und der Umfang dieser Tests oftmals etwas dubios erscheinen.
Auch der Zusammenhang zwischen Gen-Informationen und erfolgreicher Partner-Vermittlung wirkt etwas konstruiert. Die bisherigen Partnervermittlungen jedenfalls behaupten, dass besonders unterschiedliche Allelen (= genetische Varianten) in dem für das Immun-System zuständigen HLA-Komplex für eine passende und erfolgreiche Partnerschaft wichtig sind. Wobei die Unterschiede im Immun-System auch für Körpergerüche sorgen, die vom Partner in spé als besonders anziehend wahrgenommen werden.
Allerdings hat diese Logik ihre Risse, wie ein früher von ScientificMatch gelieferter Hinweis zeigte. Ursprünglich hieß es dort nämlich, dass der Test bei Frauen scheitern kann, wenn sie die Pille nehmen. Denn die Pille täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor und schwangere Frauen nehmen Körpergerüche anders wahr. Sie suchen vereinfacht gesagt keine Partner mit fremdem Gen-Material, sondern eher Personen mit ähnlichem Körpergeruch - sie suchen die Nähe der eigenen Familie.
Schon dieses Beispiel dürfte zeigen, dass der Gen-Test im Grunde kaum für die Partnersuche relevant sein kann. Und wenn, dann ist der Geruchsunterschied zwischen zwei Menschen nur eines von vielen Merkmalen, das über die jeweilige Attraktivität eines Partners entscheidet. Es ist vermutlich nicht übertrieben, zu behaupten, dass ein Fragebogen zu den individuellen Vorlieben und Freizeitgewohnheiten mehr Material für eine erfolgreiche Partnerwahl liefert, als ein billiger Gen-Test.
Doch wie ein Mediziner gegenüber AP meint, "wenn es genetisch ist, dann klingt es nach echter Wissenschaft" und so kann man diese "lächerlichen" Tests leicht versilbern. Was in Zukunft sicher auch noch in den sozialen Netzwerken zu interessanten Geschäftsmodellen führen wird. Das allerdings erst, wenn die Einstiegspreise für solche Tests auf Taschengeld-Niveau angekommen sind.
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