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Einen wenig subtilen Weg der Rache an Microsoft hat der Betreiber des Preisvergleichsdienstes Bountii gefunden. Ihm hat Microsoft es vor 2 Wochen verboten, über eine technische Missbrauchsmöglichkeit des Rabatts für Bing-Nutzer zu berichten. Jetzt revanchiert er sich mit der Enthüllung einer kaufmännischen Missbrauchsmöglichkeit.

Ging es bei seinem ersten Bericht um die Möglichkeit für Benutzer, sich am "Bing Cashback" Programm zu bereichern, so zeigt er jetzt, dass dieses Programm auch für die teilnehmenden Händler vorteilhaft sein kann. Den Beweis tritt er am Beispiel der Digitalkamera Canon Vixia HV40 an, nach deren Preisen er bei mit Hilfe von Bings Preisvergleich sucht.

Bei der Suche wird er schnell fündig, die Kamera kostet demnach im günstigsten Fall 674 Dollar. Doch bei einem weiteren Händler auf der Ergebnisliste kann der Bountii-Betreiber zeigen, dass Bing Cashback mit zweierlei Maß misst. Laut Bing-Preisvergleich soll die Kamera beim Kauf über Bing 758 Dollar kosten und dem Käufer sollen 2% des Preises über das Cashback-Programm wieder erstattet werden. Nach Abzug des Rabatts würde die Kamera also noch 742,84 kosten.

Auch bei der gleich darauf aufgerufenen Site des Händlers wird dieser Preis angegeben. Doch wenn die von dem Händler vergebenen Cookies gelöscht werden, oder man einen anderen Browser benutzt, so ändert sich die Preisangabe. Dann kostet die Kamera laut der Händler-Site nur noch 699 Dollar. Weniger also, als der rabattierte Preis bei Bing. Oder, wie der Bountii-Betreiber es ausdrückt, ein Fall von "negativem Rabatt".

In einer Stellungnahme bei InformatWeek erklärt Microsoft das mit einem bedauerlichen Fehler, der durch zugelieferte Daten entstanden ist. Der Bountii-Betreiber hält dagegen, dass er weitere Fälle dieser Art kennt. Wenn das stimmt, wird er auch Stoff für weitere Postings haben.

 

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