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Google und TiVo wollen laut einer Pressemitteilung künftig gemeinsam Mediaforschung betreiben. Mit Hilfe der TiVo-Daten will Google sekundengenau analysieren, welche Werbe-Spots dann vielleicht doch noch in das Blickfeld der TiVo-Nutzer und ihrer schnellen Fernbedienungen geraten sind.

Dabei war TiVo einer der ersten Anbieter in den USA und Großbritannien, der mit seinen Festplatten-Receivern ein zeitversetztes Fernsehen möglich gemacht hat. Und damit den schnellen Vorlauf für die Werbepause. Diese Fernsehnutzung, die sich zwar noch lange nicht umfassend eingebürgert hat, bedroht das Finanzierungsmodell des Werbefernsehens existenziell.

Werbekunden haben inzwischen ein geringeres Interesse an Fernsehwerbung, weil sie kaum objektiv messen können, wie viele ihrer Spots vom schnellen Vorlauf wertlos gemacht werden. TiVo macht allerdings nicht nur die Speicherung möglich, sondern auch eine sekundengenaue Kontrolle der Fernsehnutzung. Wenn Fernsehunternehmen sonst teure Mediaagenturen und Marktforscher engagieren müssen, die mit Hilfe von Umfragen, Panels oder anderen Stichproben die Werbeausgaben rechtfertigen, so kann TiVo für jeden Zuschauer sagen, welcher Spot ausgestrahlt wurde. Oder, welcher Spot im schnellen Vorlauf versank und somit eigentlich nicht abgerechnet werden muss.

Diese Daten zugänglich zu machen, ist eine Leichtigkeit für den Statistik-Weltmeister Google. Doch die Suchmaschine hat auch einen klaren geschäftlichen Vorteil davon. Denn Google agiert schon seit Jahren auch als Werbeagentur und bieten den jeweils Höchstbietenden Sendeplätze unter den Google TV Ads, die von TiVo eingeblendet werden. Mit dem Zugriff auf die TiVo-Daten kann Google nun seinen Werbepartnern ganz genau sagen, welche Werbung in welchem Maß auf dem TiVo-Bildschirm angekommen ist.

Ein klarer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Werbeunternehmen. Und auch ein deutlicher Hinweis, dass Google seine Pläne als (Offline-) Werbeagentur noch lange nicht aufgegeben hat, auch wenn Einige das schon behauptet haben.

 

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