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Die CRM-Experten (Customer Relationship Managament) von AT&T sehen sich in dieser Woche mit einer ganz neuen Herausforderung konfrontiert. Ein Blogger ruft alle iPhone-Nutzer in den USA dazu auf, am Freitag zur Mittagszeit eine Stunde lang möglichst viele datenintensive Anwendungen zu benutzen, um das Netzwerk des Mobilfunkanbieters "in die Knie" zu zwingen.

Der Blogger FakeSteve.com ist eine Art Alter Ego des Apple-Chefs Steve Jobs. In dieser Rolle hat sich FakeSteve über die Äußerungen von AT&T geärgert, wonach einige 3% der gesamten Smartphone-Nutzer etwa 40% der Datenlast verursachen. Unter diesen Datensäuen sind ebenfalls laut AT&T besonders viele iPhone-Nutzer zu finden. Mit diesen Angaben wollte der Mobilfunkanbieter eigentlich Maßnahmen ankündigen, mit denen die Kunden für die maßvolle Nutzung ihrer Geräte belohnt werden.

Doch der falsche Steve ist ob dieser Behauptungen außer sich. Und da man einen iPhone-Nutzer nicht dazu bringen kann, eine Stunde lang das Gerät ungenutzt zu lassen, hat er statt eines Boykotts die "Operation Würgegriff" gestartet. Welche Auswirkungen das haben wird, ist noch nicht absehbar. Eine eigens dafür eingerichtete Fan-Seite bei Facebook zählt jedenfalls bisher über 1.000 Mitglieder. Und AT&T scheint den Aufruf sehr zu ernst zu nehmen.

Was verständlich ist, denn die Qualität des AT&T-Netzwerkes war in den letzten Wochen schon ausgiebig Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Ein Zusammenbruch des Netzes in Folge einer solchen Maßnahme wäre ein Disaster für das Unternehmen. Wobei die Operation Chokehold als organisierte Kunden-Kritik schon als Novum zu bezeichnen ist. Ein fast schon politischer Protest, ausgeführt mit dem ständigen Begleiter iPhone.

 

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