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Nach Visa lehnt es nun auch Mastercard ab, mit dem russischen Musik-Download AllofMP3.com zu kooperieren. Wie Ars Technica aber von IFPI, dem weltweiten Dachverband der Musikindustrie erfahren hat, sind diese Sperren bereits vor vielen Wochen in Kraft getreten.

Und IFPI hat auch bestätigt, dass diese Blockade der Kreditkartenfirmen auf das Betreiben des Verbandes zurückzuführen sind. Man habe Visa und Mastercard überzeugt, Zahlungsaufträge für AllofMP3 nicht mehr länger zu akzeptieren.

Für AllofMP3 stellt sich damit die Situation praktisch aussichtslos dar, denn Visa und Mastercard waren bisher die wichtigste Zahlungsoptionen. Nun bleibt nur noch die Möglichkeit, das Zahlungssystem XROST zu benutzen, eine Prepaid-Karte für den Online-Einsatz, für deren Benutzung AllofMP3 inzwischen sogar einen Bonus von 10% einräumt.

XROST, das bis vor wenigen Monaten noch unter xrost.com agierte, dann aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf xrost.biz wechselte, hat seinen Sitz im mittelamerikanischen Belize. Wobei hinter der Domain-Anmeldung die Firma Ocena Resources Corporation von Pavel Korchagin steht.

Ob XROST die bisherige Rolle von Visa und Mastercard übernehmen kann, ist allerdings eher fraglich. Denn um die XROST-Karte zu befüllen, muss wiederum das Zahlungssystem UKash in Anspruch genommen werden. Dessen Nutzung ist jedoch auf Europa beschränkt und kann in den USA praktisch nicht eingesetzt werden.

Für AllofMP3 bedeutet das, zumindest von den (meisten) Kunden in den USA Abschied nehmen zu müssen. Und ob viele Kunden aus Europa zu XROST-Nutzern konvertieren, bleibt ebenfalls abzuwarten.



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