Wellness Südtirol
In einem Wellnesshotel in Südtirol vom Alltag abschalten und auftanken
23. Oktober 2006
Posted in Internet News
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales fordert die Wiki-Gemeinschaft zum Brainstorming auf: Welche urheberrechtlich geschützten Werke sollten frei veröffentlicht werden, wenn 100 Millionen Dollar für einen solchen Zweck zur Verfügung stünden?
Und offenbar ist es Wales durchaus ernst mit dieser Frage, denn wie er weiter schreibt, wurde ihm die gleiche Frage von einer Person gestellt, die "möglicherweise in der Lage ist", diese Wünsche zu erfüllen. Sollte das zutreffen beziehungsweise eintreffen, muss man auf Überraschungen gefasst sein. 100 Millionen Dollar sind eine Menge Geld das schon genügen könnte, um einem noch nicht an die Online-Realität angepassten Industriezweig Konkurrenz zu machen.
Was etwa, wenn Wales soviel Geld zur Verfügung hätte, um eine alternative Wiki-Musikindustrie zu starten, bei der die Künstler eine direkte Gratifikation für jeden Download ihrer MP3-Stücke erhalten? Das wäre zwar nicht so "frei", wie Wales es bei Wikpedia verwirklicht hat. Doch es würde fraglos die immer rigider werdende Rechtsanwendung im Umfeld des musikalischen Urheberrecht entlasten.
Vorausgesetzt, der Download-Preis wäre angemessen niedrig und die Qualität der Stücke angemessen hoch, so könnte damit das Overhead der heutigen Musik Labels weitgehend überflüssig gemacht werden. Und die sonst nötigen Marketing-Millionen mit der man der Masse neue Musikprodukte schmackhaft machen muss, hätten sich ebenfalls erübrigt.
Das Beispiel mag phantastisch klingen, doch der Gedanken einer gemeinschaftlich produzierten Online-Enzyklopädie wäre vor Jahren auch noch belächelt worden. Und außerdem sollte man nicht vergessen, dass Kritik in einem Brainstorming grundsätzlich fehl am Platz ist.
Wenngleich es eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung jeder entwickelten Idee ist, dass Wales tatsächlich eine Spende in dieser Größenordnung erhält.
| < Neuere | Ältere > |
|---|




