suedtirolWellness- und Ski-Urlaub in einem Hotel in Südtirol?

Wir helfen Ihnen bei der Hotelsuche!

Wenn Sie sich von der Hektik des Berufsalltages befreien wollen, finden Sie in Hotels in Südtirol den idealen Ausgleich für Körper, Geist und Seele.

 

Etwas befremdlich sind die Ereignisse, die sich im Dezember in Großbritannien abspielten. Nominet, das britische Pendant zur deutschen Denic, dekonnektierte über 1.200 Domains auf polizeiliche Anweisung. Ein richterlicher Beschluss war offenbar nicht nötig.

Die Tragweite des Vorfalls wird deutlicher, wenn man sich an die Ereignisse des Jahres 2007 erinnert und das Verhalten beider Registries vergleicht. Damals setzte die Anti-Spam-Organisation Spamhaus.org das österreichische NIC.at unter Druck und forderte dringlich die Löschung von Domains, die bekanntermaßen von Phishern für kriminelle Zwecke missbraucht werden. NIC.at weigerte sich dennoch, ohne richterlichen Beschluss gegen die Domains und ihre Inhaber vorzugehen.

Im Fall Nominet handelte es sich angeblich ebenfalls um einen kriminellen Hintergrund. Nach Darstellung der Polizei handelte es sich um Sites, auf denen asiatische Banden gefälschte Markenartikel zum Verkauf brachten. Nach anderer Darstellung sollen diese Banden sogar bei Google für ihre Fälschungen geworben haben.

Die von Nominet verlangte Löschung erfolgte allerdings nicht wegen der angeblich nachgewiesenen Produktpiraterie, sondern wegen formaler Fehler im Domain-Vertrag. Die bei den Domain-Eintragungen gemachten Adressangaben waren falsch. Auf der Grundlage mutmaßlicher Vertragsfehler wurden also 1.219 Domains gelöscht.

Wie es jetzt heißt, war die Maßnahme erfolgreich und gerechtfertigt, denn "nur 20 Domain-Inhaber beschwerten sich und gerade zwei Domains wurden wieder in Betrieb genommen". Doch genügt das als Rechtfertigung für einen derart massiven Eingriff der Polizei in das Domain-System?

Möglicherweise sind auch nicht alle Beteiligten bei Nominet von der Richtigkeit der Maßnahme überzeugt. Kurze Zeit nach der Sperrung der Domains (03.12.09) kündigte die Rechtsberaterin der Registry am Heiligabend ihren Dienst. "Nach einer turbulenten Periode für Nominet" wie The Register schreibt, in deren Folge die britische Polizei ihre Machtbefugnisse bezüglich der Registry und des Domain-Systems deutlich ausgeweitet hat.

Jetzt also kann die Polizei ohne weitere Prüfung britische Domains abschießen, ohne die Jurisdiktion um Genehmigung zu bitten. Man möchte meinen, dass damit der Polizei ein wenig zu viel Macht in die Hände gelegt wurde.

 

Links:



Du musst Dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.

am häufigsten aufgerufen...