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Google kündigt in einem Posting einen Richtungswechsel im Verhältnis der Suchmaschine zu China an. Nachdem man Computer-Angriffe registriert hat, die "in China ihren Ursprung nahmen", will man sich nicht mehr länger der Zwangs-Zensur des Gastgeber-Landes beugen.

Genauere Informationen zu den Verantwortlichen der Angriffe liefert Google nicht. Doch man kann davon ausgehen, dass es mehr Informationen gibt, als nur den geographischen Ursprung in einem Land, in dem mehr als eine Milliarde Menschen leben. Was die Ziele der Angriffe angeht, liefert Google etwas mehr Details.

Mehr als 20 weitere Unternehmen aus den Bereichen Internet, Finanzen, Technologie, Medien und Chemie sind demnach mit sehr ausgefeilten und genau gezielten Methoden angegriffen worden. Im Fall Googles seien die Google Mail-Konten chinesischer Aktivisten das primäre Ziel der Angriffe gewesen.

Zwar sei nach den bisherigen Erkenntnissen nur bei zwei dieser Konten der Angriff geglückt. Und selbst in diesen Fällen wurde nur Zugriff auf Konto-Informationen (Zeitpunkt der Konten-Eröffnung) genommen sowie auf die Betreff-Zeilen und nicht auf die Inhalte. Doch man habe im Rahmen der Ermittlungen entdeckt, dass "Dutzende" anderer Mail-Konten von Menschen aus den USA, Europa und China, die ebenfalls als Fürsprecher der Menschenrechte gelten, routinemäßig von dritter Seite aufgesucht werden.

Dabei handele es sich aber nicht um Verletzungen der Sicherheit bei Google durch Hacks. Vielmehr seien die Zugangsdaten möglicherweise durch Phishing-Angriffe oder durch Malware in Erfahrung gebracht worden. Google habe nun alle anderen betroffenen Firmen sowie die zuständigen Stellen in den USA informiert. Die Inhaber der Konten werden nicht erwähnt.

Zugleich aber sei das Bekanntwerden der Angriffe ein Anlass, die bisherigen Aktivitäten in China neu zu überdenken. Man halte es unter anderem nicht mehr für gerechtfertigt, sich den chinesischen Zensurforderungen zu beugen.

In den kommenden Wochen will man mit den chinesischen Stellen diskutieren, inwieweit ein unzensiertes Googlen möglich ist. Doch man sei sich bewusst, dass dies dazu führen könne, den Google-Betrieb in China vollständig aufgeben zu müssen. Doch auch dazu sei man jetzt bereit.

Endlich - sollte der erste Kommentar zu dieser Ankündigung lauten. Denn die auch von anderen Suchmaschinen und Internet-Unternehmen praktizierte Strategie des Sich-Beugens, um den chinesischen Benutzern "wenigstens etwas" an Informationen liefern zu können, war durchsichtig und diente lediglich der Rechtfertigung geschäftlicher Interessen.

Man muss daher leider befürchten, dass bei der Begründung des Richtungswechsels ebenfalls nur ein Teil der Informationen preisgegeben wurde. Denn das Interesse Chinas an den Mail-Konten chinesischer Dissidenten ist sicher nicht erst gestern entstanden und Hacker-Angriffe aus dem Reich der Mitte haben ebenfalls kaum Neuigkeitswert.

Aber wie auch immer es sich verhält, scheint Google der Ankündigung des Richtungsänderung gleich Taten folgen zu lassen. Die Bildersuche nach dem Tian'anmen Platz beziehungsweise nach dem 4. Juni 1989 liefern bei Google.cn jedenfalls nicht mehr ausschließlich Postkartenansichten- Man findet jetzt auch wieder Bilder verletzter Studenten sowie das berühmte Bild des "Tank Man".

Bilder des anonymen Mannes, der sich alleine einem Konvoi von Panzern entgegenstellte und zum weltweiten Symbol für zivilen Ungehorsam wurde, hat Google in den letzten Jahren versteckt, um es sich mit den Auftraggebern der Panzer nicht zu verderben. Es ist gut, dass das ein Ende hat.

 

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