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Reuters berichtet in einer aktuellen Meldung, dass Google im Zusammenhang mit den chinesischen Hacker-Angriffen inzwischen auch die Möglichkeit einer Insider-Beteiligung nicht mehr ausschließen kann. Wie es in der Meldung unter Berufung auf chinesische Medien heißt, hat man einigen Mitarbeitern von Googles Büro in Peking in der vergangenen Woche den Zugang zu den internen Netzwerken verwehrt. Weitere Mitarbeiter seien beurlaubt oder in andere Niederlassungen versetzt worden.

Es wird laut Reuters angenommen, dass einzelne Mitarbeiter die Angriffe erleichtert haben könnten. Die Frage, ob das mit Vorsatz geschehen sein könnte, wird nicht angesprochen. Google selbst bestätigt diese Berichte gegenüber der Nachrichtenagentur nicht. Die angekündigten Gespräche, die das Unternehmen mit Vertretern der chinesischen Regierung führen möchte, fanden offenbar ebenfalls noch nicht statt.

Allerdings ist kaum zu erwarten, dass diese Gespräche zu Ergebnissen führen, wie Google sie erwartet. Eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua macht deutlich, wie Chinas Sprachlösung für die Vorfälle aussieht. In dieser Meldung werden Computer-Angriffe als alltägliche Erscheinung dargestellt. Die chinesische Suchmaschine Baidu sei beispielsweise am vergangenen Dienstag ebenfalls von Hackern für mehrere Stunden lahm gelegt worden.

Selbst Microsoft-Chef Steve Ballmer könne Googles Vorwürfe an die Adresse Chinas nicht nachvollziehen. Microsoft werde jeden Tag von allen möglichen Teilen der Welt aus angegriffen und man könne keine außergewöhnliche Bedrohung erkennen, wird Ballmer von Xinhua zitiert.

Die wahren Intentionen, warum Google das Land verlassen wolle, seien zwar nicht klar, schreibt Xinhua weiter. Wahrscheinlich gehe es mehr um eine geschäftliche Entscheidung, denn um ein Sicherheitsrisiko und man versuche lediglich, China zum Sündenbock für vermeintliche Hacker-Angriffe abzustempeln. Das kann man deuten, wie man will, doch diese Stellungnahme von staatlicher Stelle erweckt nicht den Eindruck, als sei China zu einem Einlenken etwa in der Frage der Zensur der Suchergebnisse bereit.


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