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18. Januar 2010
Posted in News - Internet News
Es wird laut Reuters angenommen, dass einzelne Mitarbeiter die Angriffe erleichtert haben könnten. Die Frage, ob das mit Vorsatz geschehen sein könnte, wird nicht angesprochen. Google selbst bestätigt diese Berichte gegenüber der Nachrichtenagentur nicht. Die angekündigten Gespräche, die das Unternehmen mit Vertretern der chinesischen Regierung führen möchte, fanden offenbar ebenfalls noch nicht statt.
Allerdings ist kaum zu erwarten, dass diese Gespräche zu Ergebnissen führen, wie Google sie erwartet. Eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua macht deutlich, wie Chinas Sprachlösung für die Vorfälle aussieht. In dieser Meldung werden Computer-Angriffe als alltägliche Erscheinung dargestellt. Die chinesische Suchmaschine Baidu sei beispielsweise am vergangenen Dienstag ebenfalls von Hackern für mehrere Stunden lahm gelegt worden.
Selbst Microsoft-Chef Steve Ballmer könne Googles Vorwürfe an die Adresse Chinas nicht nachvollziehen. Microsoft werde jeden Tag von allen möglichen Teilen der Welt aus angegriffen und man könne keine außergewöhnliche Bedrohung erkennen, wird Ballmer von Xinhua zitiert.
Die wahren Intentionen, warum Google das Land verlassen
wolle, seien zwar nicht klar, schreibt Xinhua weiter. Wahrscheinlich
gehe es mehr um eine geschäftliche Entscheidung, denn um ein
Sicherheitsrisiko und man versuche lediglich, China zum Sündenbock für
vermeintliche Hacker-Angriffe abzustempeln. Das kann man deuten, wie
man will, doch diese Stellungnahme von staatlicher Stelle erweckt nicht
den Eindruck, als sei China zu einem Einlenken etwa in der Frage der
Zensur der Suchergebnisse bereit.
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