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Kurz nachdem Google gestern wieder einmal sehr gute Geschäftsergebnisse für das letzte Quartal vorlegen konnte, hat Eric Schmidt als Chef der Suchmaschine ein erstes Anzeichen dafür gegeben, dass sein Unternehmen die Beziehungen zu China keinesfalls ganz abbrechen möchte. Selbst wenn Google gezwungen sein sollte, den Betrieb der Suchmaschine in China aufzugeben, weil man sich nicht länger dem Zensurzwang er chinesischen Regierung beugen möchte.

Wie Schmidt es darstellt, sieht Google noch "eine Menge anderer Geschäftsmöglichkeiten" in China, die Suche sei längst nicht der einzige Geschäftsbereich. Zur Frage, welche Fortschritte die Gespräche mit der chinesischen Regierung machen, oder ob diese Gespräche überhaupt stattfinden, wollte Schmidt sich nicht äußern. Er kündigte aber an, dass sein Unternehmen in vergleichsweise kurzer Zeit reagieren werde.

Derweil entwickelt sich die Angelegenheit auch auf dem politischen Parkett ambivalent. Nachdem US-Außenministerin Hillary Clinton die chinesische Regierung aufgefordert hat, die Online-Zensur zu beenden, sprach das chinesische Außenministerium zwar von einer möglichen Gefährdung der beiden Länder. Doch zugleich bemühte man sich augenscheinlich, den Konflikt herunterzuspielen.

Entsprechend äußerten sich viele chinesische Medien zunächst sehr kritisch über Clintons Vorwürfe, doch wie Reuters angibt, verschwanden viele der Berichte wieder innerhalb weniger Stunden. Ein Vorgang, der offenbar häufiger zu beobachten ist, weil die Medien des Landes wohl häufiger Anweisungen erhalten, wie mit volatilen politischen Themen umzugehen ist.


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