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Google nutzt den internationalen Datenschutztag (28. Januar) auf die gewohnte Art und Weise: Die Suchmaschine veröffentlicht ihre eigenen "Datenschutz-Prinzipien", die ohne konkrete Festlegung beschreiben, wie viel Gutes Google in Sachen Datenschutz tut.

Laut diesen "Privacy Principles" nutzt Google 1. Informationen (d.h. Daten), um den Anwendern wertvolle Produkte und Dienste zu liefern. Das bedeutet 2. dass Google Produkte entwickelt, die starke Datenschutz-Standards und -Praktiken berücksichtigen. Google macht 3. die Sammlung persönlicher Informationen transparent und bietet 4. den Anwendern bedeutungsvolle Wahlmöglichkeiten ("meaningful choices"), um selbst über den Schutz ihrer Daten zu bestimmen.

Damit ist wohl beispielsweise gemeint, dass ein nicht angemeldeter Anwender, der ein Tracking seiner Suchmaschinen-Nutzung durch Google verhindern möchte, erst eine Suche durchführen muss, um dann dort den Reiter Webprotokoll anzuklicken, der zu bedeutungsvollen Wahlmöglichkeit "Anpassungen auf der Grundlage der Suchaktivitäten aktivieren/deaktivieren" führt.

Überhaupt muss man sich keine Sorgen machen, denn 5. verpflichtet sich Google dazu, ein verantwortungsvoller Verwalter ("Steward") der erhaltenen Informationen zu sein. Damit hat Google nun ein eigenes Set an Datenschutz-Prinzipien entwickelt, die aber leider mit den bekannten Prinzipien des Datenschutzes wenig zu tun haben. Dabei sind Datensparsamkeit und Datenvermeidung, Erforderlichkeit und Zweckbindung.eigentlich auch schon ganz einfache und sinnvolle Prinzipien.

Allerdings hat man diese Prinzipien entwickelt, um Daten beziehungsweise die Privatsphäre zu schützen Und nicht, um die eigene Datensammlung zu rechtfertigen. Denn nur so wird beispielsweise verständlich, wieso Google zwar starke Datenschutz-Standards berücksichtigt (2), sich aber zugleich weigert, die IP-Adresse als persönlich identifizierbares Datum zu akzeptieren. Obwohl die europäischen Datenschützer dies verlangen und deswegen darauf drängen, gespeicherte IPs schneller zu löschen (nach spätestens 6 Monaten) als Google das tut.

Beispiele dieser Art lassen sich etliche finden, wobei manchmal aus Sicht des Datenschutzes wirklich nicht nachvollziehbar ist, wieso Google fehleranfällige Systeme wie den Toolbar-PageRank Systeme tradiert, obwohl der dort angezeigte PageRank inzwischen bedeutungslos ist. Aber Google wird schon wissen, warum das so ist. Man muss dem Unternehmen und seinen rund 20.000 Mitarbeitern einfach vertrauen. Was will man sonst auch tun?


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