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02. Februar 2010
Die für Microsoft Tag notwendige Software kann für Microsoft Smartphones ebenso geladen werden wie für Symbian-Geräte, den Blackberry oder das iPhone. Android-Systeme werden bisher nicht unterstützt, doch auf einer Unterseite heißt es bereits "The Android version of Microsoft Tag Reader is coming soon". Dafür wurde die Zahl der Länder, in denen das System zur Anwendung kommen kann, gerade drastisch erhöht. Denn bisher war Microsoft Tag nur in den USA anwendbar. Jetzt aber kann das von Microsoft entwickelte Barcode-System auch in Großbritannien, Italien, Kanada, Niederlanden und der Türkei eingesetzt werden.
Doch wozu es eingesetzt werden soll, beziehungsweise wo es sich bewährt, ist weiter ungewiss. Systeme dieser Art, bei denen Barcodes offline eingelesen werden sollten, um sie über eine Online-Verbindung mit gespeicherten Daten in Verbindung zu bringen, gab es schon etliche. Eines der frühesten Verfahren war die sogenannte Cuecat, eine in Anspielung an die Computer-Maus als Katze bezeichnetes Gerät, mit dem Barcodes in Zeitschriften am Internet-PC eingelesen werden konnten. Das System erwies sich als Flop.
In den letzten Jahren hat sich allerdings die Ausgangslage beträchtlich verändert. Die Internet-Geräte, die für solche Systeme in Frage kommen, sind mobil geworden und sie tragen alle eine Kamera bei sich, die den Scanner der frühen Modelle ersetzt. Daher setzt Microsoft nun auf eine breite Anwendbarkeit bei den verschiedensten Gerätetypen. Und man setzt auf einen ebenso breite Anwendungsbereich.
Tags sollen in Printmedien eingesetzt werden, oder im Schaufenster, oder auf Produktverpackungen. Mit ihnen soll man Zeitungsartikel aufrufen können, Produktinformationen, Handbücher oder Kontaktinformationen. Auf Visitenkarten gedruckt soll man beispielsweise den Zugang zum Facebook-Konto einer Person erhalten. Ein sehr breites Konzept, doch das muss noch nicht bedeuten, dass die Anwender es auch für nützlich halten, oder überhaupt erst die Software einem Test unterziehen.
Googles Ansatz scheint dagegen bisher noch eher eng. Dort setzt man einerseits auf bestehende Barcode-Systeme, mit denen künftig Produktinformationen beim Offline-Einkauf eingelesen werden können, um dann online Preisvergleiche anzustellen. Ein anderer Ansatz, der bisher angedeutet wurde, besteht in der Nutzung von Barcodes in Verbindung Google Maps und Google Street View. Doch der Erfolg dieser Anwendungen ist ebenso ungewiss.
Nichtsdestotrotz kündigt sich an, dass Google,
Microsoft und vielleicht auch andere den Wettlauf um das "richtige"
System bereits begonnen haben.
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