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Britische Datenschützer zeigten sich nach Angaben des Guardian schockiert, nachdem sie erfahren haben, dass Daten britischer Bürger an 500.000 Terminals europaweit abrufbar werden.

Doch mit solchen Zuständen werden wohl auch die glücklichen Inselbewohner leben müssen, wenn ihr Land wirklich vollständig an das Schengener Informationssystem (SIS) angeschlossen wird. Denn der Datenaustausch zwischen den Ländern, die am Schengener Übereinkommen beteiligt sind, ist ein wesentlicher Teil des Vertrags.

Im SIS wird beispielsweise gespeichert, ob eine Person zwecks Auslieferung gesucht wird, ob es sich um flüchtige Minderjährige handelt, oder um Tatbeteiligte beziehungsweise Tatverdächtige im Fall schwerer Delikte. Daten waren schon 2003 an 125.000 Terminals abrufbar, wobei die Ausweitung auf die zweite Version des SIS nicht nur Zahl der Terminals noch weiter erhöht, sondern auch eine (in Frankreich vorgesehene) Koordinierungszentrale notwendig macht.

Briten und Iren genießen dabei eine besondere Freizügigkeit, denn sie können sich am SIS gewissermaßen nach Belieben beteiligen. Doch die EU-kritischen Briten werden vermutlich jeder weiteren Form der Beteiligung skeptisch gegenüberstehen. Ihnen klingelt noch im Ohr, dass ein belgischer Staatsbeamter SIS-Daten an das organisierte Verbrechen verkauft haben soll.

 

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