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Der Marktforscher iSuppli hat sich jetzt auch die verschiedenen Versionen von Apples neuem iPad vorgenommen und zerlegt, um die Herstellungskosten der Geräte zu schätzen. Wenig überraschend ist das Ergebnis, dass auch in diesem Fall die Differenz zwischen Gerätekosten und Verkaufspreis auf eine schöne Marge für Apple schließen lässt.

So betragen die geschätzten Herstellungskosten beim mittleren Modell (32GB Speicher, 3G) 287,15 Dollar, doch der (empfohlene) Verkaufspreis liegt bei 729 Dollar, was einer Differenz von über 440 Dollar entspricht. Die Genauigkeit und vor allem die Aussagekraft dieser Zahlen muss man man allerdings in Frage stellen. Zunächst einmal sind die Daten von iSuppli lediglich Schätzungen und keine auf den Cent genauen Kalkulationen.

Und die Daten beziehen sich nur auf die Herstellungskosten, nicht aber auf weitere Kosten wie Transport und Lagerung oder Werbung und Marketing. Diese Kostenfaktoren lassen die genannte Marge sicher beträchtlich schrupfen. Was aber, wie das Wall Street Journal feststellt, Apple dennoch einigen Spielraum für Preissenkungen lässt.

Doch auch das ist gewissermaßen eine Pflichtübung. Nicht nur bei Apple, sondern auch bei anderen Herstellern sind Preissenkungen nach der Markteinführung absolut normal. Wobei man aber auch nicht vergessen darf, dass Apple beispielsweise beim Vertrieb des iPhone über AT&T weiterhin an den Einnahmen aus den Mobilfunkverträgen beteiligt bleibt, und dass das Unternehmen auch seinen iTunes Store nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit betreibt.

Mit dem Verkauf beginnt das Geschäft gewissermaßen erst richtig. Ähnliches kann auch für das iPad gelten, wo ja gemutmaßt wird, dass Apple sich bei der kostenpflichtigen Verbreitung von Medieninhalten engagieren möchte. Man darf also davon ausgehen, dass das Unternehmen auch bei weniger hohen Margen bei der Geräteherstellung noch satte Gewinne einfahren kann.

 

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